Journal · Karussell
In Bad Berka haben wir jeden Farbton für Spachtel und Retusche auf der Baustelle selbst angemischt und fein abgewogen
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Wer Sichtbeton Stelle für Stelle repariert, muss jede Fehlstelle an den Grauton des Betons direkt daneben anpassen, und der ist im selben Gebäude nicht überall gleich. Auf der Baustelle in Bad Berka hatten wir deshalb meist vier bis sechs kleine, nummerierte Eimer stehen, und in jedem war eine Pigmentmischung für einen bestimmten Bereich des Hauses. Über den Tag haben wir diese Mischungen immer wieder angepasst.
Weil es um sehr kleine Mengen geht, wiegen wir auf der Feinwaage ab. In unseren Notizen aus Bad Berka stehen für einen Treppengang 500 Gramm Beton Revive mit zusammen 2,8 Gramm Pigment aus zwei Tönen, für einen anderen drei Allrounder-Mischungen für hellere und dunklere Bereiche, die sich nur um wenige Gramm Pigment unterscheiden. An der hellsten Wand war unser erster Lasurton zu warm, erst ein anderer passte. Die Mengen notieren wir direkt auf der Abdeckung, Zeile für Zeile.
An kalten Tagen messen wir an der Wand Temperatur und Feuchte, denn unter 5 Grad am Bauteil wird weder gespachtelt noch retuschiert. Auf einem der Bilder zeigt das Messgerät 6,6 Grad. Welche Produkte wir in der Schule eingesetzt haben und wie viel davon laut Bautagebuch verbraucht wurde, steht als Liste auf der Referenzseite.
Unser Begleittext in den Kanälen
Fertige Farbtöne aus dem Eimer gibt es für Betonkosmetik nicht. In der Grundschule in Bad Berka haben wir für jeden Bereich eigene Pigmentmischungen angesetzt, auf der Feinwaage abgewogen und die Mengen direkt auf der Abdeckfolie notiert. An kalten Tagen messen wir Bauteiltemperatur und Feuchte, denn unter 5 Grad härten Spachtelarbeiten und Retusche nicht richtig aus. Welche Produkte dabei waren, steht auf raumkult.eu.
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