Referenz · Betonkosmetik

Zwei Betone, ein Treppenhaus. Ziel SB3 erreicht.

Als wir am ersten Morgen durch die Baustellentür in das Treppenhaus dieses Neubau-Bürogebäudes in Dresden kamen, hatten wir zwei ganz verschiedene Betone vor uns. Seitlich stehen die Betonfertigteile, also Wände, Treppenläufe und Podeste, mit zugelaufenen und offenen Fugen, Betonläufern, Lagerabdrücken und Schwarzabrieb. Gegenüber steht Ortbeton aus Recyclingbeton, am Aufzugskern und an der Fassadenseite. Für beide war SB3 das Ziel, aber mit gegensätzlichem Auftrag: Die Betonfertigteile sollten homogen wirken und alle Fugen geschlossen werden, der Ortbeton sollte seine Poren, Lunker und sein Schalbild behalten. Hier zeigen wir dir, wie wir an beiden gearbeitet haben, warum wir immer mit dem kleinsten Werkzeug anfangen und wo auch für uns eine Grenze liegt.

Die Nachher-Fotos sind direkt nach unserem letzten Arbeitsgang entstanden, noch in der Rohbauphase ohne Geländer, Boden und Einbauten.

Nachher: Treppenhaus mit Übergang von homogener Betonfertigteilwand zu Ortbeton aus Recyclingbeton, Podestunterseiten obenBetonfertigteil · homogen, Fugen geschlossenOrtbeton · Recyclingbeton, Schalbild bleibt
Ziel SB3 erreicht

Nachher im Rohbau

Der Übergang vom Betonfertigteil zum Ortbeton, darüber die Podestunterseiten: links homogen, rechts der Recyclingbeton mit seiner Struktur.

Das Treppenhaus in Zahlen

Vom Erdgeschoss bis unter die Holzdecke.

  1. rund120m²

    Wandfläche

  2. rund20m²

    Podestunterseiten

  3. rund166

    Arbeitsstunden

  4. alle

    Betonfertigteilfugen geschlossen

Die Aufgabe

Zwei Betone, zwei Ziele, ein Raum.

Links das Betonfertigteil, rechts der Ortbeton. Beide gleich wichtig, nur mit einem anderen Ziel.

Das Treppenhaus reicht vom Erdgeschoss bis ins dritte Obergeschoss und endet oben im Treppenhauskopf unter einer Holzdecke mit Fensterband. Seitlich stehen Betonfertigteile: die Wände, die Treppenläufe und die Podeste. Gegenüber steht Ortbeton, einmal als Aufzugskern und einmal an der Fassadenseite mit den Fenstern. Am Aufzugskern stoßen beide Betone direkt aneinander, mit einem Absatz, einer anderen Struktur und einer anderen Farbe.

Für beide Betone war SB3 das Ziel. Bei den Betonfertigteilen hieß das: Sie sollen homogen wirken, und alle Betonfertigteilfugen werden geschlossen. Der Auftraggeber wollte kein Fugenbild, also keine aufbereiteten Fugen, sondern Wände, die durchgehend wirken. Dafür mussten zuerst die Spuren aus Herstellung, Transport, Montage und Bauzeit herunter: zugelaufene und offene Fugen, Betonläufer, Lagerabdrücke, Schwarzabrieb, Kratzer und Farbe.

Der Ortbeton ist Recyclingbeton, und das soll man sehen. Poren, Lunker und die verschiedenen Gesteinskörnungen, die an der Oberfläche herausschauen, bleiben erhalten, ebenso das Schalbild, der Absatz und der Farbunterschied zum Betonfertigteil. Das war ausdrücklicher Wunsch des Bauherrn. Am Ortbeton haben wir deshalb gereinigt, ausgelaufene Schalungsfugen bearbeitet, Ausbrüche geschlossen und retuschiert, ohne dem Beton seine Struktur zu nehmen.

Im selben Raum heißt das: an der einen Wand Fugen schließen und angleichen, an der gegenüberliegenden die Struktur bewusst stehen lassen. Genau das macht dieses Treppenhaus für uns besonders.

Betonfertigteil

Wände, Treppenläufe und Podeste seitlich im Treppenhaus

  • SB3 mit homogenem Gesamtbild
  • alle Betonfertigteilfugen geschlossen, kein Fugenbild
  • Poren und kleine Lunker bleiben offen, die Retusche trägt nicht auf

rund 70 m² Wand und rund 20 m² Podestunterseiten

Ortbeton aus Recyclingbeton

Aufzugskern und Fassadenseite

  • SB3 mit der Struktur des Recyclingbetons
  • Poren, Lunker und Gesteinskörnung bleiben sichtbar
  • Schalbild, Absatz und Farbunterschied zum Betonfertigteil bleiben, auf Wunsch des Bauherrn

rund 50 m² Wand

Was wir vorgefunden haben

Jeder Beton mit eigenen Spuren.

Links die Betonfertigteile, rechts der Ortbeton, darunter, was beide betrifft. Ein Tipp auf eine Zeile öffnet alle Aufnahmen dazu.

Die Spuren stammen aus Herstellung, Transport und Montage der Betonfertigteile und aus der Bauzeit, am Ortbeton aus der Schalung. Wir zählen sie hier so auf, wie wir sie vorgefunden haben.

Rundgang am ersten TagDurch die Baustellentür ins Treppenhaus und einmal hindurch: In diesem Video siehst du in einem Durchgang fast alles, was wir vorgefunden haben.

Betonfertigteil

Wände, Treppenläufe und Podeste seitlich im Treppenhaus

  • Zugelaufene und offene Betonfertigteilfugenan allen BetonfertigteilwändenDie Fugen zwischen den Betonfertigteilen waren teils mit Beton zugelaufen, teils offen und mit Schmutz gefüllt. An waagerechten Fugen stand der Beton bis fast einen Zentimeter über die Betonhaut, darunter saßen die Bohrlöcher der Abschalung. In einer Fuge war schon ein Kabel verlegt.
  • Betonläufer und durchgezeichnete BewehrungErdgeschossIm Erdgeschoss zogen sich Betonläufer über die Betonfertigteilwand. An einer Stelle zeichnete sich die Bewehrung durch, an anderen war der Beton nicht gut verdichtet, dazu kamen Abriebe.
  • Lagerabdrücke und SchwarzabriebTreppenläufe und PodesteAn den Unterseiten der Treppenläufe und Podeste saßen Lagerabdrücke, Schwarzabrieb und Lagerstellen. Auf dem harten Beton der Betonfertigteile sitzen sie so fest, dass Reinigen allein sie nicht wegbringt.
  • Farbe, Zementleim und SchmutzPodeste und WändeFarbspritzer, Zementleim und Schmutz aus der Bauzeit. Über manche Wände waren lange Schmutzwasser und Regen gelaufen.
  • Kratzer aus Montage und BauzeitBetonfertigteilwändeViele feine schwarze Kratzer, entstanden bei der Montage oder während der Bauzeit, etwa durch Bewehrungsstäbe.
  • Zugelaufene Innenecken und DreikantfasenInneneckenIn den Innenecken war Beton ausgelaufen, und an den Dreikantfasen stand er über. Diese Fasen mussten wir brechen und neu schneiden.

Ortbeton aus Recyclingbeton

Aufzugskern und Fassadenseite

  • Ausgelaufene Schalungsfugen und LunkerfelderAufzugswand und FensterseiteAn der Aufzugswand waren Schalungsfugen ausgefranst und Stellen abgebrochen, daneben lagen Lunkerfelder. An der Fensterseite steckte noch eine Dreikantleiste aus Holz in einer Schalungsfuge, und ausgelaufener Beton war über die Wand darunter gelaufen.
  • Verschmutzung, Bohrlöcher und Kabelunter dem TreppenlaufVerschmutzungen aus der Bauzeit, Bohrlöcher und Kabel, die aus der Wand kamen.

An beiden Betonen

  • Übergang vom Betonfertigteil zum OrtbetonAufzugskernAm Aufzugskern stoßen beide Betone mit einem Absatz aneinander. Die Innenecken dort waren zugelaufen, weil an der Schalung Beton ausgelaufen war, und die Fuge am Übergang war ausgefranst.
  • Ausbrüche an Fensterkonsole und DeckenanschlussFenster und DeckenAn einer Fensterkonsole waren Stellen ausgebrochen, dazu Bohrlöcher und größere Beschädigungen. Am Anschluss einer Betonfertigteilwand an die Decke war der Beton ebenfalls ausgebrochen.
  • Große Abplatzung mit freiliegender BewehrungTreppenhauskopfDie größte Abplatzung saß oben im Treppenhauskopf an der Decke, etwa 15 bis 20 Zentimeter groß. Die Bewehrung lag dort schon frei.
  • Fensterstürze mit Bohrlöchern und BogenFensterlaibungenAn den Fensterstürzen saßen Bohrlöcher, und ein Sturz lief nicht gerade, sondern machte einen Bogen von bis zu rund zwei Zentimetern. Wie wir ihn gerade aufgebaut haben, zeigt der Verlauf weiter unten.

Wie viel Arbeit steckt drin?

Rund 166 Stunden, und wohin sie gegangen sind.

Jedes Kästchen steht für etwa ein Prozent. Ein Tipp auf einen Arbeitsgang hebt seine Kästchen hervor und springt ins Kapitel.

Anteile der Arbeitszeit je Arbeitsgang
ArbeitsgangAnteil
Reinigen, vorbereiten, grundieren32 %
Grobkosmetik: Fugen und tiefe Stellen9 %
Mittelkosmetik, Kanten, Fenstersturz32 %
Farbton und Feinkosmetik10 %
Retusche, Nachretusche, Abschluss17 %

Gilt für dieses Treppenhaus mit diesem Schadensbild. Ein Kästchen steht für etwa ein Prozent der Arbeitszeit.

So sind wir vorgegangen

Fünf Etagen Arbeit, vom Reinigen bis zur Retusche.

Alle Fotos und Videos stammen aus diesem Treppenhaus. In den Serien wischst du weiter oder nutzt die Pfeiltasten.

Reinigen und vorbereiten · 32 % der Arbeitszeit

Vom schonendsten Werkzeug zum nächstgrößeren, nie gleich zum größten

Bevor wir irgendetwas füllen, muss alles herunter, was nicht zum Beton gehört: Betonnasen und Betonläufer, übergelaufene Fugen, Schalungsüberstände, Schwarzabrieb, Farbe und Zementleim. Das war mit knapp einem Drittel der Stunden einer der beiden größten Arbeitsgänge.

Dabei gehen wir immer gleich vor. Wir fangen mit dem schonendsten Werkzeug an, mit Abstoßspachtel, Drahtbürste, Schleifpapier und Schleifstein von Hand. Erst wenn das nichts mehr bringt, tasten wir uns zum nächstgrößeren Werkzeug vor, aber nie gleich zum größten. Von Hand dauert es am Anfang länger. Dafür verletzen wir die Betonhaut nicht, und es entstehen keine Schleifrillen oder Schleifspuren, die wir später wieder nacharbeiten müssten. Unterm Strich spart das Arbeitszeit, auch in einem Treppenhaus mit so vielen Stellen wie diesem.

Wo von Hand nichts mehr ging, haben wir den elektrischen Stemmer mit Flachmeißel genommen, etwa für ausgelaufene Schalungsfugen und zugelaufene Innenecken. Betonüberstände, die mit Spachtel und Hammer nicht weggingen, haben wir vorsichtig mit dem Flex-Sanierungsschleifer abgenommen und an die Struktur drumherum angepasst. Größere Überstände haben wir vorher mit Bleistift angezeichnet und mit Winkelschleifer, Diamantblatt und Absaugung nachgeschnitten.

An den Unterseiten der Treppenläufe und Podeste haben wir mit dem Langhalsschleifer und Schleifvlies gearbeitet. Dort hat sich gezeigt, was wir bei harten Betonfertigteilen öfter erleben: Die Lagerabdrücke und Abriebe sitzen so fest im Beton, dass beim Schleifen kaum etwas passiert. Reinigen allein reicht dann nicht, solche Stellen müssen später retuschiert werden. Im Treppenhauskopf haben wir die Ortbetonwand an der Fensterseite von Leiter und Gerüst aus bearbeitet, die Fenster vorher abgeklebt.

Zum Schluss haben wir alle Flächen gründlich abgesaugt, auch den Staub aus Poren und Lunkern. Nur auf staubfreiem Beton hält, was danach kommt. Danach haben wir alle Schadstellen grundiert.

Serie

Die Werkzeugleiter

Warum wir nicht gleich mit der großen Maschine anfangen.

  1. Hand

    Abstoßspachtel

    Lose Betonnasen und ausgelaufenen Zementleim lösen wir zuerst von Hand mit der Abstoßspachtel, ganz ohne Schleifmaschine.

  2. Schleifmittel

    Schleifpapier

    Farbe auf den Betonfertigteilwänden schleifen wir mit Schleifpapier von Hand ab.

  3. Schleifmittel

    Schleifpapier und Duo-Schleifstein

    Schwarzabrieb kommt mit Schleifpapier und Schleifstein herunter. Das ist mühsam, und das darf man auch sehen.

  4. Schleifmittel

    Langhalsschleifer mit Vlies

    Die Unterseiten der Treppenläufe reinigen wir mit dem Langhalsschleifer und Schleifvlies.

  5. Schleifmittel

    Hier reicht Reinigen nicht

    An der Podestunterseite passiert an den Lagerabdrücken kaum etwas. Der Beton ist so hart, dass sie fest sitzen. Das muss später retuschiert werden.

  6. Maschine

    Stemmer

    Wo eine ausgelaufene Schalungsfuge übersteht, tragen wir den Überstand mit dem elektrischen Stemmer ab.

  7. Maschine

    Innenecke abstemmen

    Ausgelaufener Beton in einer Innenecke kommt mit dem Stemmer herunter.

  8. Maschine

    Sanierungsschleifer

    Was mit Spachtel und Hammer nicht weggeht, nimmt der Flex-Sanierungsschleifer vorsichtig ab, ohne Schleifrillen.

  9. Maschine

    Winkelschleifer mit Absaugung

    Einen angezeichneten Schalungsüberstand schneiden wir mit Diamantblatt nach, die Absaugung läuft mit.

  10. Weitwinkel im Treppenhauskopf: Handwerker auf der Leiter an der Ortbetonwand, darüber Holzdecke, darunter die Geschosse

    Treppenhauskopf

    Beton und Holz

    Oben im Treppenhauskopf arbeiten wir von der Leiter aus an der Ortbetonwand, unter der Holzdecke.

  11. Handwerker kniet auf dem Podest eines Sichtbeton-Treppenhauses und klebt das Fenster vor der Betonkosmetik ab

    Schützen

    Fenster abkleben

    Bevor es staubig wird, kleben wir die Fenster ab.

  12. Absaugen

    Absaugen bis in die Poren

    Zum Schluss saugen wir alles ab, auch den Staub aus Poren und Lunkern, damit die nächste Schicht hält.

  13. Sauber

    Sauber hinterlassen

    Spachtelreste kehren wir direkt nach der Arbeit zusammen. Das gehört zum guten Ton.

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Weitere Aufnahmen

Werkzeug: Abstoßspachtel, Drahtbürste, Maurerhammer, Schleifpapier (Festool Granat), Duo-Schleifstein, Langhalsschleifer mit Schleifvlies, elektrischer Stemmer mit Flachmeißel, Flex-Sanierungsschleifer mit Diamantblatt, Winkelschleifer mit Diamantblatt und Absaugung, Klebeband und Maskertape. Material: Grundierung aller Schadstellen.

Fugen schließen · 9 % der Arbeitszeit

Jede Betonfertigteilfuge freigelegt, grundiert, gefüllt und plan geschnitten

Die Betonfertigteilfugen haben wir freigelegt, mit PolyGrip grundiert, mit Sanierungsgrobmörtel gefüllt und angesteift plan geschnitten. Der Auftraggeber wollte kein Fugenbild, deshalb wurden die Fugen nicht aufbereitet, sondern komplett geschlossen.

Zuerst musste weg, was übersteht. An den waagerechten Fugen war Beton ausgelaufen, an manchen Stellen fast einen Zentimeter über die Betonhaut, weil die Schalung dort nachgegeben hatte. Den haben wir abgestemmt, den Zementleim mit der Abstoßspachtel abgestoßen und mit Schleifpapier egalisiert.

Danach kam PolyGrip in die Fugen, unsere Grundierung mit Quarzsand. Sie gibt dem Mörtel Halt, gerade auf den glatten Flanken und Dreikantfasen der Betonfertigteile. In einer Fuge lag schon ein Kabel zur Elektrodose, daneben eine kleine Abplatzung vom Bohren. Kabel und Abplatzung haben wir mitgrundiert, damit am Ende alles unter dem Mörtel liegt.

Den Sanierungsgrobmörtel drücken wir in die Fuge und krallen ihn in die Flanken. Wir lassen ihn bewusst mit Überschuss stehen. Ist er leicht angesteift, schneiden wir ihn plan. So entsteht gleich ein glatter Übergang zu den Betonfertigteilen links und rechts, und hinterher muss nicht mit dem Schleifer begradigt werden. Im selben Arbeitsgang haben wir alle tiefen Stellen ab etwa einem Zentimeter geschlossen und Fensterlaibungen und Dreikantfasen geschnitten. Da gilt bei uns: Die Grobkosmetik ist die eigentliche Feinkosmetik.

Den Farbton haben wir nicht aus dem Eimer genommen. Wir arbeiten nicht mit Fertigmörteln, sondern stellen unsere Mörtel und Pigmentmischungen selbst her, direkt vor Ort. Das Pigment wird abgewogen, in den Mörtel gegeben und im geschlossenen Eimer geschüttelt, bis der Farbton stimmt. So hatte schon die Grobkosmetik den Farbton der Wand.

Eine Betonfertigteilfuge im Schnitt

Schematisch, nicht maßstäblich. Der Versatz ist zur Verdeutlichung größer gezeichnet.BetonfertigteilBetonfertigteil12345leichter Versatz
  1. FreilegenÜbergelaufenen Beton und Zementleim abstemmen und abstoßen, Fuge absaugen.
  2. PolyGripQuarzsandgrundierung in die Fuge und auf die Flanken, auch auf Kabel und Abplatzungen.
  3. Grobmörtel eindrückenSanierungsgrobmörtel im Farbton in die Fuge drücken und in die Flanken krallen, mit Überschuss.
  4. Plan schneidenAngesteift plan schneiden, damit nichts nachgeschliffen werden muss.
  5. Mittelkosmetik und RetuscheMit dem Allrounder die Struktur nacharbeiten, danach hauchdünn retuschieren.
Und das Licht?

Liegen die beiden Betonfertigteile nicht ganz in einer Ebene, trifft das Licht die zwei Seiten der Fuge in einem etwas anderen Winkel. Im Streiflicht sieht man deshalb manche Fuge noch, auch wenn Farbe und Struktur stimmen.

Schematisch, nicht maßstäblich. Der Versatz ist zur Verdeutlichung größer gezeichnet.

Serie

Die Fuge, Schritt für Schritt

Erst das Ergebnis, dann der Weg dorthin.

  1. Nachher: Betonfertigteilwand an der Fensterseite, die waagerechten Fugen geschlossen, wirkt wie eine durchgehende Wand

    Ergebnis

    So sieht es heute aus

    Die Betonfertigteilwand an der Fensterseite. Hier waren die waagerechten Fugen mit Beton zugelaufen.

  2. Vorher: lange senkrechte Betonfertigteilfuge im Treppenhaus, offen und mit Schmutz gefüllt, ein Kabel am Rand

    Vorgefunden

    Die offene Fuge

    Eine senkrechte Betonfertigteilfuge, offen und mit Schmutz gefüllt.

  3. Ausstemmen

    Was übersteht, muss weg

    Die waagerechte Fuge steht fast einen Zentimeter über. Bevor wir füllen, stemmen wir sie ab.

  4. Freilegenab 0:33: mit Schleifpapier egalisieren

    Abstoßen und egalisieren

    Zementleim kommt mit der Abstoßspachtel herunter, ab Sekunde 33 egalisieren wir mit Schleifpapier.

  5. Grundieren

    PolyGrip in die Fuge

    Quarzsandgrundierung für den Halt des Mörtels.

  6. Grundieren

    Auch das Kabel

    Kabel und Abplatzung an der Dose grundieren wir mit, damit alles unter den Mörtel kommt.

  7. Farbton

    Pigment auf die Waage

    Unsere Mörtel und Pigmente mischen wir selbst, direkt vor Ort.

  8. Farbton

    Pigment in den Mörtel

    Das abgewogene Pigment kommt in den Mörtel.

  9. Handwerker schüttelt einen geschlossenen Eimer mit Mörtel und Pigment, um einen gleichmäßigen Farbton zu mischen

    Farbton

    Schütteln, bis es stimmt

    Im geschlossenen Eimer geschüttelt, bis der Farbton gleichmäßig ist.

  10. Eindrücken

    In die Flanken krallen

    Sanierungsgrobmörtel in die Fuge drücken, mit Überschuss stehen lassen.

  11. Schneiden

    Angesteift plan schneiden

    Leicht angesteift wird der Mörtel plan geschnitten. Nachschleifen ist dann nicht nötig.

  12. Schneiden

    Auch waagerecht

    Dasselbe an einer waagerechten Fuge.

  13. Schneiden

    Noch eine senkrechte Fuge

    Eine senkrechte Fuge wird auf die Struktur geschnitten.

  14. Laibung und Fase

    Die Grobkosmetik ist die eigentliche Feinkosmetik

    An der Fensterlaibung schneiden wir Grobkosmetik und Dreikantfase und stellen die Struktur wieder her.

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  • Einschub

    Farbton vor Ort gemischt

    Wir arbeiten nicht mit Fertigmörteln. Mörtel und Pigmentmischungen stellen wir selbst her, das Pigment wird abgewogen und vor Ort eingemischt, damit schon die Grobkosmetik zur Wand passt.

  • Einschub

    Laibung und Dreikantfase schneiden

    Auch an Fensterlaibungen und Dreikantfasen wird die eingebrachte Grobkosmetik geschnitten, bis die Struktur wieder stimmt. Je sauberer hier geschnitten wird, desto weniger muss später nachgearbeitet werden.

Material: PolyGrip (Quarzsandgrundierung), Betonkosmetik grob als Sanierungsgrobmörtel für Fugen und tiefe Stellen, eigene Pigmentmischung. Werkzeug: Stemmer, Stemmeisen, Abstoßspachtel, Schleifpapier, Pinsel, Kelle, Pigmentwaage.

Mittelkosmetik, Kanten, Fenstersturz · 32 % der Arbeitszeit

Struktur nacharbeiten, Kanten neu ziehen, einen krummen Sturz gerade bauen

Mit dem Betonkosmetik Allrounder haben wir alle Vertiefungen bis etwa einen Zentimeter geschlossen und die Grobkosmetik nachgefüllt. Vorher haben wir die Grobkosmetik nachbehandelt: geschliffen, gereinigt und erneut grundiert. Dieser Arbeitsgang war mit knapp einem Drittel der Stunden genauso groß wie die Vorbereitung.

Im Video an der waagerechten Fuge spachteln und schneiden wir die Mittelkosmetik, ab Sekunde 10 erkläre ich, worauf es ankommt. Der Ton bleibt an, so klingt es bei uns auf der Baustelle.

An einer Türlaibung war die Kante ausgebrochen. Wir haben sie abgestemmt, mit Klebeband abgeklebt und mit dem Allrounder neu aufgebaut. Für Grobkosmetik war die Stelle nicht tief genug. Nach dem Einspachteln wird mit der Kelle geglättet, mit der Kellenrückseite schneiden wir den Spachtel auf die Struktur der Laibung herunter, damit nichts aufgetragen aussieht. Zum Schluss legen wir den Fassadenglätter an die Kante, ziehen das Klebeband ab und den Glätter zurück. Was dann steht, ist eine scharfe Betonkante. Nass ist sie noch dunkel, getrocknet passt sie zum Farbton der Betonteile drumherum.

Am Aufzugskern liegt der Absatz zwischen Betonfertigteil und Ortbeton. Die Kante dort haben wir abgestemmt, grundiert und abgeklebt, das große Kiesnest daneben gleich mitgrundiert. Den Absatz haben wir nicht wegretuschiert, er gehört zum Ziel: Hier soll man sehen, dass zwei Betone aneinanderstoßen.

Ein Fenstersturz machte einen Bogen, links bis rund zwei Zentimeter. Den haben wir abgestockt, mineralisch grundiert, eingeschalt und mit Sanierungsmörtel gerade aufgebaut. Die ganze Folge steht weiter unten im Verlauf.

Im VideoMittelkosmetik an der waagerechten FugeGespachtelt, geschnitten und erklärt.Mit Originalton von der Baustelle

Einschub

Eine scharfe Kante an der Türlaibung

Klebeband ab, und die Kante steht.

  1. Abgeklebt

    Die Kante ist abgestemmt. Mit Klebeband geben wir die neue Linie vor.

  2. Spachteln, schneiden, abziehen

    Allrounder einspachteln, glätten, mit der Kellenrückseite auf Struktur schneiden, dann den Fassadenglätter an die Kante und das Klebeband abziehen.

  3. Nass

    Die neue Kante auf ganzer Länge, frisch und noch dunkel.

  4. Getrocknet

    Getrocknet wird sie heller und passt zum Farbton drumherum.

  5. Nachher: neu hergestellte senkrechte Betonkante an der Türlaibung im Treppenhaus nach der Mittelkosmetik

    Nachher im Rohbau

    Nachher

    Die Türlaibung mit der neu aufgesetzten senkrechten Kante.

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Einschub

Der Absatz zwischen zwei Betonen

Am Aufzugskern haben wir die Kante zwischen Betonfertigteil und Ortbeton abgestemmt, grundiert und abgeklebt, rechts das Kiesnest mitgrundiert. Das Ergebnis siehst du im Paar „Naht am Aufzugskern“.

Zum Paar P6

Einschub

Der krumme Fenstersturz

Links hatte der Sturz einen Bogen von rund zwei Zentimetern. Wir haben ihn gerade aufgebaut, Schritt für Schritt im Verlauf weiter unten.

Ganze Serie im Verlauf

Material: Betonkosmetik Allrounder als Mittelkosmetik bis etwa 1 cm, Grundierung, mineralische Grundierung und Sanierungsmörtel am Fenstersturz. Werkzeug: Kelle, Fassadenglätter, Klebeband, Stemmer mit Stockmeißel, Pinsel, Holzbrettschalung, Maskertape-Folie.

Farbton und Feinkosmetik · 10 % der Arbeitszeit

Zwei Betone, zwei Farbtöne, direkt an die Wand geschrieben

Die Farbtöne für Feinkosmetik und Retusche haben wir an einer Stelle bemustert, die später mit Trockenbau verkleidet wird, und die Rezeptur direkt auf Klebeband an die Wand geschrieben. Für das Betonfertigteil und für den Ortbeton gibt es je einen eigenen Farbton, und manche Wände bekamen ihren eigenen, etwa die linke Betonfertigteilwand oder die Wand im Erdgeschoss.

So muss niemand raten, welcher Ton an welche Wand gehört, und wenn später nachgearbeitet wird, steht die Rezeptur noch da. Parallel lief die Feinkosmetik mit dem X-Fine Extrafeinspachtel an den vielen kleinen Stellen, die nach Grob- und Mittelkosmetik noch übrig waren.

Material: X-Fine Betonkosmetik Extrafeinspachtel, Beton Revive für die Proben. Werkzeug: Klebeband und Stift für die Rezeptur, Spachtel.

Retusche · 17 % der Arbeitszeit

Hauchdünn mit HVLP statt Farbe mit Airless

Die Betonfertigteilwände und die Podestunterseiten haben wir mit einem HVLP-Niederdruck-Spritzgerät von Graco und Beton Revive retuschiert, den Ortbeton mit dem Naturschwamm.

HVLP darf man nicht mit Airless verwechseln. Ein Airless-Gerät trägt Farbe auf. Das HVLP-Gerät arbeitet mit Niederdruck und kommt aus der Autolackierung. Die Retusche kommt damit so hauchdünn auf den Beton, rund 0,01 Millimeter, dass sie einzieht und die Sinterschicht wieder aufbaut, statt eine Schicht obendrauf zu bilden. Beton Revive haben wir dafür im hellen Ton verwendet und mit schwarzem Eisenoxid-Pigment im Farbton abgestimmt.

Auf dem Detailfoto siehst du, was das bedeutet: Die Fläche ist homogen, wie gewünscht, aber es liegt kein Farbauftrag darauf. Poren und kleine Lunker sind vollständig erhalten.

Der Sprühnebel hinterlässt eine ganz feine Körnung auf der Oberfläche. Die köpfen wir danach mit Schleifpapier, flächig mit Langhalsschleifer und Vlies und an den Details von Hand. Die Retusche ist so hart, dass man sie dabei nicht wieder herunterschleift, und hinterher fühlt sich die Fläche an wie Beton. Wo nötig, haben wir nachretuschiert und noch einmal fein nachgeschliffen.

Am Ortbeton haben wir nicht gespritzt. Dort haben wir mit dem Naturschwamm retuschiert, ohne die Oberfläche zu strukturieren, damit der Recyclingbeton seine Poren, Lunker und sein Schalbild behält. Zum Schluss haben wir das Treppenhaus beräumt und besenrein hinterlassen.

Serie

Retusche ist keine Farbe

Rund 0,01 Millimeter, und die Poren bleiben offen.

  1. Detail einer Betonfertigteilwand nach der HVLP-Retusche: homogene Fläche, Poren und kleine Lunker erhalten, kein Farbauftrag

    Erst das Ergebnis

    Homogen, aber kein Farbauftrag: Poren und kleine Lunker sind erhalten.

  2. Handwerker auf der Stehleiter retuschiert eine Podestunterseite aus Betonfertigteil mit dem HVLP-Niederdruck-Spritzgerät

    Niederdruck an der Podestunterseite

    HVLP kommt aus der Autolackierung und hat mit Airless nichts zu tun.

  3. Hauchdünn

    Die Retusche zieht ein und baut die Sinterschicht wieder auf.

  4. An der Betonfertigteilwand

    Im Spritzgang über die ganze Wand.

  5. Retusche von Podestunterseite und Wand im Sichtbeton-Treppenhaus mit dem HVLP-Niederdruck-Spritzgerät von der Stehleiter

    Decke und Wand

    Von der Stehleiter aus an Podestunterseite und Wand.

  6. Vom Treppenabsatz

    Auch vom Treppenabsatz aus wird gespritzt.

  7. Von der Treppe

    Von der Treppe aus an Wand und Podestunterseite.

  8. Düse reinigen

    Auch das gehört dazu: Die Düse wird zwischendurch gereinigt.

  9. Sprühnebel köpfen

    Mit Schleifpapier von Hand. Die Retusche ist so hart, dass sie bleibt, und die Fläche fühlt sich an wie Beton.

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Einschub

Am Ortbeton mit dem Naturschwamm

Den Ortbeton haben wir nicht gespritzt, sondern mit dem Naturschwamm retuschiert. Strukturiert wird dabei nichts, der Recyclingbeton behält sein Gesicht aus Poren, Lunkern und Schalbild.

Material: Beton Revive HELL als Betonretusche, abgestimmt mit schwarzem Eisenoxid-Pigment. Werkzeug: HVLP-Niederdruck-Spritzgerät (Graco), Naturschwamm, Schleifpapier, Langhalsschleifer mit Vlies, Schleifnetz.

Eine Stelle, sieben Schritte

Der krumme Fenstersturz.

Tippe oder wische, um die nächste Karte nach hinten zu legen.

Ein Fenstersturz im Treppenhaus mit einem Bogen von bis zu rund zwei Zentimetern

  1. Vorgefunden: Finger zeigt auf die linke obere Kante eines krummen Fenstersturzes im Treppenhaus, Bogen rund zwei Zentimeter

    01Vorgefunden

    Der Finger zeigt auf die linke obere Kante. Der Sturz liegt in der Mitte tiefer und macht zu den Seiten einen Bogen, links bis rund zwei Zentimeter. Genau das müssen wir auffüllen, damit die Oberkante gerade läuft.

  2. Abgestockt: Video: Abgestockte Laibung an einem krummen Fenstersturz, Korn freigelegt für den Verbund mit dem Sanierungsmörtel

    02Abgestockt

    Mit Stemmer und Stockmeißel haben wir die Laibung abgestockt, bis das Korn frei liegt. So verkrallt sich der Sanierungsmörtel mit dem Beton und liegt nicht nur auf der Betonhaut.

  3. Grundiert: Video: Mineralische Grundierung wird mit dem Pinsel in die gestockte Betonfläche am Fenstersturz einmassiert

    03Grundiert

    Die mineralische Grundierung massieren wir mit dem Pinsel ein, damit sie auf der gestockten Fläche jede Pore erreicht.

  4. Eingeschalt: Video: Holzbrettschalung an einem Fenstersturz angebohrt und auf die Sollhöhe ausgerichtet, damit der Sturz gerade wird

    04Eingeschalt

    Eine Holzbrettschalung, an die Wand gebohrt und genau auf die Höhe ausgerichtet, die der Sturz am Ende haben muss.

  5. Abgezogen: Video: Sanierungsmörtel am eingeschalten Fenstersturz wird vor dem Abdecken mit der Glättkelle plan abgezogen

    05Abgezogen

    Der Sanierungsmörtel ist drin, und bevor die Folie draufkommt, ziehen wir ihn mit der Glättkelle plan ab.

  6. Unter Folie: Video: Eingeschalter Sanierungsmörtel am Fenstersturz unter Folie, damit er mindestens 24 Stunden langsam aushärtet

    06Unter Folie

    Unter einer Maskertape-Folie härtet der Mörtel mindestens 24 Stunden im eigenen Saft aus. Wind, Sonne oder Kälte trocknen ihn so nicht zu schnell aus, und er wird hart wie Beton.

  7. Ausgeschalt: Video: Ausschalen des Fenstersturzes, die frische Aufspachtelung verläuft jetzt gerade zum Beton darüber

    07Ausgeschalt

    Am nächsten Tag schalen wir aus. Die dunklere Aufspachtelung läuft jetzt gerade zum Beton darüber. Danach kommen die restlichen Fehlstellen, Betonkosmetik und Retusche.

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Weitere Aufnahmen dieser Stelle

Vorher und nachher

Halten, dann siehst du das Vorher.

Filtere nach Betonfertigteil oder Ortbeton. Bei zwei Paaren gibt es eine Zwischenstufe „Vorbereitet“.

6 Paare sichtbar

Die Nachher-Fotos stammen aus der Rohbauphase.

  • Vorher: Betonfertigteilwand am ersten Podest mit ausbetonierter Lagerfuge, Bohrlöchern der Abschalung und SchmutzspurenNachher: dieselbe Betonfertigteilwand am ersten Podest mit geschlossener Lagerfuge und retuschierter Fläche BetonfertigteilNachher im Rohbau
    Vorher: Vorher: Betonfertigteilwand am ersten Podest mit ausbetonierter Lagerfuge, Bohrlöchern der Abschalung und Schmutzspuren. Nachher: Nachher: dieselbe Betonfertigteilwand am ersten Podest mit geschlossener Lagerfuge und retuschierter Fläche.

    Halten, dann siehst du das Vorher. Mit der Leertaste geht es auch.

    P1

    Wand am ersten Podest mit Treppenlauf

    Vorher mit der ausbetonierten Lagerfuge zwischen den Betonfertigteilen, den Bohrlöchern der Abschalung und Schmutzwasser, das während der Bauzeit über die Wand gelaufen war. Nachher ist die Fuge geschlossen und die Wand retuschiert.

  • Vorher: ausbetonierte waagerechte Betonfertigteilfuge mit Bohrlöchern der Abschalung und stark verschmutzter FlächeNachher: dieselbe waagerechte Betonfertigteilfuge geschlossen, Fläche homogen nach Kosmetik und Retusche BetonfertigteilNachher im Rohbau
    Vorher: Vorher: ausbetonierte waagerechte Betonfertigteilfuge mit Bohrlöchern der Abschalung und stark verschmutzter Fläche. Nachher: Nachher: dieselbe waagerechte Betonfertigteilfuge geschlossen, Fläche homogen nach Kosmetik und Retusche.

    Halten, dann siehst du das Vorher. Mit der Leertaste geht es auch.

    P2

    Waagerechte Betonfertigteilfuge

    Vorher eine ausbetonierte waagerechte Fuge mit Bohrlöchern, die Fläche stark verunreinigt. Nachher ist die Fuge geschlossen und die Fläche homogen.

  • Vorher: Betonfertigteilwand an der Fensterseite mit zugelaufenen waagerechten Fugen und verschmutzter OberflächeNachher: Betonfertigteilwand an der Fensterseite mit geschlossenen Fugen, wirkt wie eine durchgehende Wand BetonfertigteilNachher im Rohbau
    Vorher: Vorher: Betonfertigteilwand an der Fensterseite mit zugelaufenen waagerechten Fugen und verschmutzter Oberfläche. Nachher: Nachher: Betonfertigteilwand an der Fensterseite mit geschlossenen Fugen, wirkt wie eine durchgehende Wand.

    Halten, dann siehst du das Vorher. Mit der Leertaste geht es auch.

    P3

    Wand an der Fensterseite

    Hier waren die waagerechten Fugen mit Beton zugelaufen. Jetzt wirkt die Betonfertigteilwand wie eine durchgehende Wand.

  • Vorher: Schalungsfuge der Ortbetonwand mit Holzdreikantleiste und ausgelaufenem Beton an der FensterseiteVorbereitet: dieselbe Schalungsfuge am Ortbeton mit Klebeband abgeklebt, Poren und Lunker in der FlächeNachher: Schalungsübergang an der Ortbetonwand bearbeitet, die Poren des Recyclingbetons sind erhalten Ortbeton aus RecyclingbetonNachher im Rohbau
    Vorher: Vorher: Schalungsfuge der Ortbetonwand mit Holzdreikantleiste und ausgelaufenem Beton an der Fensterseite. Vorbereitet: Vorbereitet: dieselbe Schalungsfuge am Ortbeton mit Klebeband abgeklebt, Poren und Lunker in der Fläche. Nachher: Nachher: Schalungsübergang an der Ortbetonwand bearbeitet, die Poren des Recyclingbetons sind erhalten.

    P4

    Schalungsübergang an der Fensterseite

    Vorher steckte die Dreikantleiste aus Holz noch in der Schalungsfuge, und ausgelaufener Beton war über die Wand gelaufen. Vorbereitet ist die Stelle abgeklebt. Nachher ist der Übergang bearbeitet, und die Poren des Recyclingbetons sind geblieben.

  • Vorher: Ortbetonwand am Aufzug im Erdgeschoss mit Verschmutzungen, Bohrlöchern und Spuren aus der BauzeitNachher: Ortbetonwand am Aufzug im Erdgeschoss, Recyclingbeton mit sichtbarer Struktur und erhaltenem Schalbild Ortbeton aus RecyclingbetonNachher im Rohbau
    Vorher: Vorher: Ortbetonwand am Aufzug im Erdgeschoss mit Verschmutzungen, Bohrlöchern und Spuren aus der Bauzeit. Nachher: Nachher: Ortbetonwand am Aufzug im Erdgeschoss, Recyclingbeton mit sichtbarer Struktur und erhaltenem Schalbild.

    Halten, dann siehst du das Vorher. Mit der Leertaste geht es auch.

    P5

    Aufzugswand im Erdgeschoss

    Gereinigt, ausgebessert und retuschiert, aber nicht angeglichen: Die Struktur des Recyclingbetons und das Schalbild bleiben sichtbar, so wollte es der Bauherr.

  • Vorbereitet: Absatz zwischen Betonfertigteil und Ortbeton am Aufzugskern, Kante abgeklebt, Kiesnest grundiertNachher: Absatz zwischen homogenem Betonfertigteil und Ortbeton aus Recyclingbeton am Aufzugskern, Struktur erhalten Betonfertigteil und OrtbetonNachher im Rohbau
    Vorbereitet: Vorbereitet: Absatz zwischen Betonfertigteil und Ortbeton am Aufzugskern, Kante abgeklebt, Kiesnest grundiert. Nachher: Nachher: Absatz zwischen homogenem Betonfertigteil und Ortbeton aus Recyclingbeton am Aufzugskern, Struktur erhalten.

    P6

    Naht am Aufzugskern

    Ein echtes Vorher-Foto gibt es von dieser Stelle nicht, das erste zeigt sie schon vorbereitet: Kante abgestemmt, grundiert, abgeklebt, das Kiesnest grundiert. Nachher stoßen beide Betone mit ihrem Absatz aneinander, links homogen, rechts der Recyclingbeton mit seiner Struktur. Farbgestaltung und sichtbare Struktur waren ausdrücklicher Wunsch des Bauherrn.

So sieht das Treppenhaus aus

Die Betonfertigteile wirken homogen, die Fugen sind geschlossen, und der Ortbeton zeigt weiter, dass er aus Recyclingbeton ist. Ohne Geländer und Boden sieht man den Beton auf diesen Fotos besonders gut.

Rohbauphase

Stand Rohbau, direkt nach unserem letzten Arbeitsgang. Ohne Geländer und Boden sieht man den Beton hier am besten.

Was verbaut wurde

Erst das Werkzeug, dann das Material.

In der Reihenfolge, in der wir es gebraucht haben. Eigene Produkte sind gekennzeichnet.

Gesamtes Werkzeug zum Reinigen von Betonfertigteilen und Ortbeton auf einem Treppenpodest ausgelegt, aus anderer Perspektive
Tippe auf einen Punkt.

Unser Werkzeug fürs Reinigen

Das ganze Werkzeug für die Reinigung auf einen Blick. Tippe auf einen Punkt, dann siehst du, wofür wir es nehmen.

  1. Quarzsandgrundierung

    Für den Halt in der Fuge

    Grundierung mit Quarzsand für den bestmöglichen Grip, in die Fugen, auf die Flanken, auf Kabel und Abplatzungen und auf alle Schadstellen.

    PolyGrip Eigenes Produkt von rauMKult®, im Shop erhältlich

  2. Grob- und Tiefenspachtel

    Für Fugen und tiefe Stellen

    Als Sanierungsgrobmörtel in die Fugen gedrückt, angesteift plan geschnitten, dazu alle tiefen Stellen ab etwa einem Zentimeter.

    Betonkosmetik grob Eigenes Produkt von rauMKult®, im Shop erhältlich

  3. Pigmente

    Für den Farbton

    Vor Ort abgewogen und in Mörtel und Retusche eingemischt, damit jede Schicht zur Wand passt.

    Eigene Pigmentmischung, schwarzes Eisenoxid-Pigment

  4. Mineralische Grundierung

    Für den gestockten Sturz

    Mit dem Pinsel in die gestockte Fläche einmassiert, damit sie jede Pore erreicht.

    Mineralische Grundierung

  5. Sanierungsmörtel

    Für den Fenstersturz

    Hinter der Holzbrettschalung eingebracht und unter Folie mindestens 24 Stunden ausgehärtet, hart wie Beton.

    Sanierungsmörtel

  6. Mittelkosmetik zum Strukturieren

    Für Tiefen bis etwa 1 cm

    Für die Mittelkosmetik, zum Nachfüllen der Grobkosmetik und für die neue Kante an der Türlaibung.

    Betonkosmetik Allrounder Eigenes Produkt von rauMKult®, im Shop erhältlich

  7. Extrafeinspachtel

    Für die Feinkosmetik

    Für die vielen kleinen Stellen nach Grob- und Mittelkosmetik, im Farbton der jeweiligen Wand.

    X-Fine Betonkosmetik Extrafeinspachtel Eigenes Produkt von rauMKult®, im Shop erhältlich

  8. Retusche als Betonlasur

    Für die Retusche

    Mit dem HVLP-Gerät hauchdünn auf Betonfertigteile und Podestunterseiten, am Ortbeton mit dem Naturschwamm. Sie trägt nicht auf, die Poren bleiben offen.

    Beton Revive HELL Eigenes Produkt von rauMKult®, im Shop erhältlich

Maschinen und Werkzeug: HVLP-Niederdruck-Spritzgerät von Graco, Schleifpapier Festool Granat, Flex-Sanierungsschleifer, Langhalsschleifer mit Schleifvlies, Winkelschleifer mit Diamantblatt und Absaugung, elektrischer Stemmer mit Flach- und Stockmeißel, Naturschwamm, Pigmentwaage, Holzbrettschalung, Fassadenglätter.

Häufige Fragen

Zehn Fragen zu diesem Treppenhaus.

Kann man Fugen zwischen Betonfertigteilen ganz schließen?

Ja, Betonfertigteilfugen lassen sich vollständig schließen, wenn der Auftraggeber kein Fugenbild möchte. In diesem Treppenhaus haben wir jede Fuge freigelegt, abgesaugt, mit PolyGrip grundiert, mit Sanierungsgrobmörtel im passenden Farbton gefüllt und angesteift plan geschnitten. Danach kamen Mittelkosmetik mit dem Betonkosmetik Allrounder, Feinkosmetik und die Retusche. Aus üblichem Abstand wirken die Betonfertigteile danach wie eine durchgehende Wand. Wo zwei Teile einen leichten Versatz haben, sieht man die Fuge im Streiflicht trotzdem noch.

Warum sieht man eine geschlossene Fuge im Streiflicht manchmal noch?

Weil das Licht an einem Versatz anders bricht. Liegen zwei Betonfertigteile nicht ganz in einer Ebene, trifft das Licht die beiden Seiten der Fuge in einem etwas anderen Winkel. Das sieht man im Streiflicht, auch wenn Farbe und Struktur stimmen. Daran ändert keine Retusche etwas, selbst Fettfarbe würde den Unterschied nicht verdecken. Beurteilt wird eine Sichtbetonklasse aber nach dem Gesamteindruck aus üblichem Abstand.

Was ist der Unterschied zwischen HVLP-Retusche und Airless oder Streichen?

HVLP ist ein Niederdruckverfahren aus der Autolackierung, Airless trägt dagegen Farbe auf. Mit dem HVLP-Gerät kommt die Betonretusche hauchdünn auf den Beton, rund 0,01 Millimeter. Sie zieht ein und baut die Sinterschicht wieder auf, statt eine Farbschicht zu bilden, und Poren und kleine Lunker bleiben offen. Den feinen Sprühnebel köpfen wir danach mit Schleifpapier, und die Fläche fühlt sich wieder an wie Beton. Ein Anstrich mit Rolle oder Airless würde die Poren zudecken, und die Wand sähe gestrichen aus.

Bleiben Poren und Lunker bei der Betonkosmetik erhalten?

Ja, Poren und Lunker gehören zum Beton und bleiben erhalten. Wir schließen Fugen, Ausbrüche und Fehlstellen, aber keine Poren. Am Ortbeton aus Recyclingbeton war das hier ausdrücklich gewünscht: Poren, Lunker und die verschiedenen Gesteinskörnungen sollten sichtbar bleiben. Auch auf den Betonfertigteilen sind Poren und kleine Lunker nach der Retusche noch offen, das Detailfoto in Kapitel 05 zeigt es.

Warum sieht die Ortbetonwand anders aus als die Betonfertigteile?

Weil es zwei verschiedene Betone mit zwei verschiedenen Zielen sind. Der Ortbeton am Aufzugskern und an der Fassadenseite ist Recyclingbeton, und der Bauherr wollte, dass man das sieht: Absatz, Struktur, Farbunterschied und Schalbild bleiben. Die Betonfertigteile dagegen sollten homogen wirken, mit geschlossenen Fugen. Dazu kommt die Herstellung: Betonfertigteile sind technikbedingt glatter und gleichmäßiger und wirken deshalb weniger nach Beton, obwohl sie aus Beton sind. Der Ortbeton wirkt natürlicher.

Reicht es, Sichtbeton nur zu reinigen?

Nicht immer. Auf harten Betonfertigteilen sitzen Lagerabdrücke und Abriebe so fest im Beton, dass beim Reinigen kaum etwas passiert. Das haben wir hier an den Podestunterseiten mit Langhalsschleifer und Schleifvlies gesehen. Solche Stellen müssen retuschiert werden. Wer nur eine Reinigung anfragt, sollte wissen, dass sie je nach Beton wenig bringen kann.

Wie wird ein krummer Fenstersturz begradigt?

Wir stocken den Sturz ab, bis das Korn frei liegt, grundieren mineralisch, schalen mit einer Holzbrettschalung auf die Sollhöhe ein und bauen ihn mit Sanierungsmörtel auf. Hier hatte der Sturz einen Bogen von rund zwei Zentimetern. Unter Folie härtet der Mörtel mindestens 24 Stunden im eigenen Saft aus. Danach schalen wir aus und arbeiten die Stelle mit Betonkosmetik und Retusche nach.

Warum nicht gleich mit der großen Maschine reinigen?

Weil große Maschinen mehr Schäden machen können, als sie Zeit sparen. Wir beginnen immer mit dem schonendsten Werkzeug, also von Hand, und gehen erst zum nächstgrößeren, wenn das Kleinere nichts mehr bringt, aber nie gleich zum größten. Von Hand dauert es am Anfang länger. Dafür entstehen keine Schleifrillen und Schleifspuren, die wir später wieder nacharbeiten müssten, und unterm Strich spart das Arbeitszeit.

Was bedeutet Sichtbetonklasse SB3?

SB3 steht für hohe Anforderungen an das Aussehen von Sichtbeton. Die Sichtbetonklassen gehen von SB1 bis SB4, je höher die Klasse, desto höher der Anspruch. Festgelegt sind sie im Merkblatt Sichtbeton von DBV und VDZ, vereinbart werden sie je Bauteil im Vertrag. Beurteilt wird der Gesamteindruck aus üblichem Betrachtungsabstand, nicht jede einzelne Pore.

Wie lange dauert Betonkosmetik in einem Treppenhaus?

In diesem Treppenhaus waren es rund 166 Arbeitsstunden für rund 140 m² Wand und Podestunterseiten. Am meisten Zeit ging in die Vorbereitung und in die Mittelkosmetik, je knapp ein Drittel. Die Zahl gilt nur für dieses Treppenhaus mit diesem Schadensbild und diesen zwei Zielen und lässt sich nicht auf andere Projekte hochrechnen. Wie lange es bei dir dauert, hängt vom Zustand, von der Zielklasse und von der Zugänglichkeit ab.

Fazit

Zwei Betone, ein Ziel SB3

Als wir am ersten Morgen durch die Baustellentür ins Treppenhaus kamen, war schnell klar, dass hier zwei ganz verschiedene Aufgaben auf uns warten. Seitlich stehen die Betonfertigteile, also Wände, Treppenläufe und Podeste, und an ihnen waren die Spuren aus Herstellung, Transport und Montage deutlich zu sehen. Die Fugen zwischen den Teilen waren mit Beton zugelaufen oder offen, an den Innenecken war Beton ausgelaufen, wo die Schalung nicht ganz dicht war, und auf den Flächen lagen Betonläufer, Lagerabdrücke, Schwarzabrieb, Kratzer und Farbe. Gegenüber, am Aufzugskern und an der Fassadenseite, steht Ortbeton aus Recyclingbeton mit ausgefransten Schalungsfugen, Bohrlöchern und den Verschmutzungen aus der Bauzeit.

Das Ziel war für beide Betone SB3, aber nicht dasselbe Aussehen. Die Betonfertigteile sollten homogen wirken, und alle Fugen sollten geschlossen werden, weil der Auftraggeber kein Fugenbild wollte. Der Ortbeton dagegen sollte zeigen, dass er aus Recyclingbeton ist: Poren, Lunker, die verschiedenen Gesteinskörnungen und das Schalbild bleiben, ebenso der Absatz und der Farbunterschied zum Betonfertigteil am Aufzugskern. Das war ausdrücklicher Wunsch des Bauherrn. Wir mussten also im selben Raum an der einen Wand Fugen schließen und angleichen und an der gegenüberliegenden die Struktur bewusst stehen lassen.

Angefangen haben wir mit dem Reinigen, und zwar immer mit dem schonendsten Werkzeug zuerst: Abstoßspachtel, Schleifpapier und Schleifstein von Hand, erst danach Stemmer, Sanierungsschleifer oder Winkelschleifer, wenn von Hand nichts mehr ging. An den harten Podestunterseiten haben wir dabei gesehen, dass die Lagerabdrücke mit Langhalsschleifer und Vlies kaum weggehen, dort hilft nur Retusche. Die Betonfertigteilfugen haben wir freigelegt, mit PolyGrip grundiert, mit Betonkosmetik grob im selbst gemischten Farbton gefüllt und angesteift plan geschnitten. Danach kamen die Mittelkosmetik mit dem Betonkosmetik Allrounder, eine neue scharfe Kante an einer Türlaibung und ein krummer Fenstersturz, den wir mit Holzbrettschalung und Sanierungsmörtel gerade aufgebaut haben. Zum Schluss haben wir die Betonfertigteile und die Podestunterseiten mit dem HVLP-Niederdruckgerät und Beton Revive retuschiert und den Ortbeton mit dem Naturschwamm.

Das Ziel SB3 haben wir erreicht. Die Betonfertigteile wirken homogen, die Fugen sind geschlossen, und aus üblichem Abstand nimmt man sie kaum noch wahr. Poren und kleine Lunker sind nach der Retusche offen, und die Oberfläche fühlt sich an wie Beton und nicht wie ein Anstrich. Der Ortbeton zeigt weiter seine Poren, Lunker und sein Schalbild, so wie der Bauherr es wollte. Eine Grenze gehört aber dazu: Wo zwei Betonfertigteile einen leichten Versatz haben, sieht man die Fuge im Streiflicht noch, weil das Licht dort anders bricht. Das ändert keine Retusche, auch keine Fettfarbe. Und der Ortbeton wird immer natürlicher nach Beton aussehen als die Betonfertigteile, die technikbedingt glatter und gleichmäßiger sind, obwohl beides Beton ist.

Was du daraus für dein eigenes Projekt mitnehmen kannst, hat ebenfalls Grenzen. Die rund 166 Arbeitsstunden gehören zu genau diesem Treppenhaus, diesem Schadensbild und diesen zwei Zielen. Daraus lässt sich weder eine feste Dauer noch ein Preis je Quadratmeter für ein anderes Treppenhaus ableiten. Die Nachher-Fotos der Rohbauphase sind direkt nach unserem letzten Arbeitsgang entstanden, noch ohne Geländer, Boden und Einbauten.

Für Planer und Bauleitung zeigt dieses Treppenhaus noch etwas. Zwei Betone im selben Raum brauchen zwei klar beschriebene Ziele, und weil hier klar war, dass der Recyclingbeton sein Schalbild behält und die Betonfertigteile homogen werden sollen, konnten wir jede Stelle danach ausrichten. Betonkosmetik ist dabei eine Investition in ein Treppenhaus, das dauerhaft gut aussieht, und sie gelingt am besten, wenn man mit dem kleinsten Werkzeug anfängt und nicht mit dem größten.

Ziel SB3 erreicht: Die Betonfertigteile wirken homogen mit geschlossenen Fugen, und der Ortbeton aus Recyclingbeton zeigt weiter Poren, Lunker und Schalbild, so wie der Bauherr es wollte.

Kurz eingeordnet

  • Grün: Belegt

    • Ziel SB3 für Betonfertigteil und Ortbeton erreicht.
    • Alle Betonfertigteilfugen sind geschlossen, die Betonfertigteile wirken homogen.
    • Am Ortbeton sind Poren, Lunker, Gesteinskörnung und Schalbild erhalten, wie der Bauherr es wollte.
    • Die HVLP-Retusche trägt nicht auf, Poren und kleine Lunker sind offen. Das Detailfoto zeigt es.
    • Jeder Arbeitsschritt ist im Bautagebuch und mit Fotos und Videos festgehalten.
  • Gelb: Mit Grenze

    • Im Streiflicht sieht man manche Fuge noch, weil die Betonfertigteile einen leichten Versatz haben und das Licht dort anders bricht. Retusche ändert das nicht.
    • Ortbeton wirkt natürlicher nach Beton als die Betonfertigteile, die technikbedingt glatter und gleichmäßiger sind. Das ist der Unterschied der Betone, kein Mangel.
    • Die rund 166 Arbeitsstunden gelten für dieses Treppenhaus und lassen sich nicht auf andere Projekte übertragen.
    • Die Nachher-Fotos der Rohbauphase zeigen das Treppenhaus noch ohne Geländer, Boden und Einbauten.
  • Rot: Geht nicht

    • Eine Fuge mit Versatz durch Retusche oder Farbe so verschwinden lassen, dass man sie auch im Streiflicht nicht mehr sieht.
    • Poren und Lunker zuspachteln oder die Wand überstreichen: Dann sähe sie aus wie gestrichen und nicht mehr nach Beton.
    • Gleich mit der großen Maschine reinigen: Das hinterlässt Schleifrillen und Schäden, die danach wieder nachgearbeitet werden müssen.
    • Aus dieser Referenz einen Preis je Quadratmeter, eine feste Dauer oder die Zusage ableiten, dass jedes Betonfertigteil SB3 oder SB4 erreicht.

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Betonkosmetik · Ausführung rauMKult® Sichtbeton - pure surface art

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