Journal · Karussell

Chemnitz: eine schwarze Designwand in drei Gängen, und warum wir den dritten nicht geplant hatten

Chemnitz9 Bilder

  1. Eingeräumter Wohnraum mit der schwarzen Strukturwand hinter dem Ledersofa, Titel „Drei Gänge, einer davon ungeplant.“
  2. Textkarte zu Gang 1: schwarze Kalkspachtel satt auf die vorbereitete Wand aufgezogen
  3. Gang 2: die senkrecht gezogenen Rillen der fertigen Struktur, im Fensterlicht hell schimmernd
  4. Gang 3: ein Handwerker von rauMKult spritzt schwarze Kalklasur mit dem HVLP-Spritzgerät auf die gerillte Wand
  5. Gang 3 ganz nah: die Kalklasur legt sich als feiner Nebel über die Rillen
  6. Die tief schwarze Wand nach dem Lasurgang im noch leeren Raum
  7. Zwischenstand: die Struktur läuft über die ganze Wand und um die abgeschrägten Ecken des Raums, davor Trittleiter und Material
  8. Fernsehseite des eingeräumten Wohnraums mit Sofa, Stehleuchte und Pflanze vor der schwarzen Wand
  9. Schlusskarte von rauMKult: Hättet ihr den dritten Gang auch gemacht?

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Kalkspachtel, gezogene Struktur und eine Kalklasur, die erst nachträglich dazukam. So ist die schwarze Wand in einem Wohnraum in Chemnitz entstanden.

Geplant hatten wir für diese Designwand in einem Wohnraum in Chemnitz zwei Arbeitsgänge. Zuerst haben wir eine schwarze Kalkspachtel satt auf die vorbereitete Wand gebracht, nicht glatt abgezogen, sondern so, dass sie noch Material für eine Struktur hergibt. Solange sie frisch war, haben wir mit der Pavan-Strukturkelle mit Kunstrasenaufsatz senkrechte Rillen hindurchgezogen, jede Bahn in einem Zug von oben nach unten.

Danach war die Wand dunkel, aber eben nur dunkel. Zwischen dunkel und tief schwarz liegt der Unterschied, den man abends vom Sofa aus sieht. Also kam ein dritter Gang dazu: eine schwarze Kalklasur aus dem HVLP-Spritzgerät, als feiner Nebel Bahn für Bahn über die ganze Fläche, bis das Schwarz saß und die Rillen trotzdem zu lesen waren. Die Struktur läuft über die ganze Wand und um die abgeschrägten Ecken des Raums.

Vor Ort: tief schwarz.

Das schreiben wir dazu, weil die fertige Struktur auf dem dritten Bild hell schimmert. Dort fällt Fensterlicht von der Seite auf die Grate. Gefiltert ist kein Bild, den Ton verschieben nur Licht und Kamera. Gemacht haben wir die Wand zusammen mit Marc Schaum. Alle drei Gänge mit Filmen findest du auf unserer Referenzseite.

Unser Begleittext in den Kanälen

Drei Arbeitsgänge, und den dritten hatten wir gar nicht eingeplant.

Für eine Designwand in einem Wohnraum in Chemnitz haben wir zuerst eine schwarze Kalkspachtel aufgezogen, dann die Struktur senkrecht von Hand hindurchgezogen. Danach war die Wand dunkel, aber eben nur dunkel. Zwischen dunkel und tief schwarz liegt genau der Unterschied, den man abends vom Sofa aus sieht. Also haben wir mit dem HVLP-Spritzgerät eine schwarze Kalklasur nachgelegt, Bahn für Bahn, bis das Schwarz saß und die Rillen trotzdem zu lesen waren.

Gemacht haben wir die Wand zusammen mit Marc Schaum. Alle Gänge mit Filmen findet ihr hier: https://www.raumkult.eu/referenzen/designwand-schwarz-chemnitz/

Hättet ihr an unserer Stelle auch nachgelegt? Schreibt es uns in die Kommentare.

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