Ideen mit Gips
Marc Schaum
Schaum – Räume, die wirken
- Trockenbau
- Innenausbau
- Formteile
@ideenmitgips
Baut Räume, die man beim Reinkommen spürt, und macht aus Gips Formteile, die es so nur einmal gibt.
Gemeinsam umgesetzt mit rauMKult®
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Kreative Wandgestaltung · Wohnraum in Chemnitz


Es gibt Wände, die hängt man voll, damit sie nicht leer aussehen. Diese nicht. In einem Wohnraum in Chemnitz steht hinter dem Sofa eine Wand, tief schwarz und trotzdem lebendig: Rillen, von Hand in Kalk gezogen, vom Boden bis zur Decke. Sie passt zur Einrichtung, als wäre sie immer da gewesen, und gehört doch niemandem sonst. Gemacht mit Marc Schaum.
Gemeinschaftsprojekt mit Marc Schaum · Ideen mit GipsAuf einen Blick
Der Weg zum Schwarz
Tippe auf ein Feld der Leiste, dann siehst du, was in diesem Gang passiert ist.
Gang 1 · Kalkspachtel
Den Anfang macht eine schwarze Kalkspachtel. Sie kommt satt auf die vorbereitete Wand, nicht glatt abgezogen, sondern so, dass sie noch Material für eine Struktur hergibt. Eine glatte Fläche wäre in diesem Raum die falsche Wand gewesen.
Gang 2 · Struktur
Solange die Kalkspachtel frisch ist, ziehen wir die Struktur hinein: mit der Strukturkelle mit Kunstrasenaufsatz von Pavan, senkrecht, in einem Zug von oben nach unten. Die Halme des Aufsatzes reißen dichte Rillen und feine Grate ins Material, daher unser Name dafür: Rasenoptik. Jede Bahn ist von Hand gezogen, keine sieht genau aus wie die daneben. Genau das macht die Wand lebendig.
Gang 3 · Kalklasur
Danach war die Wand dunkel, aber eben nur dunkel. Zwischen dunkel und tief schwarz liegt der Unterschied, den man abends vom Sofa aus sieht, und die Kalkspachtel allein kam da nicht hin. Also ein Gang mehr: Mit dem HVLP-Spritzgerät von Graco ging eine schwarze Kalklasur als feiner Nebel über die ganze Fläche, Bahn für Bahn. Danach saß das Schwarz, und die Rillen waren immer noch zu lesen.
Ganz nah dran
Fahr mit dem Finger oder der Maus über das Bild, dann holt die Lupe die Rillen ganz nah heran. Tipp auf ein Feld der Musterkarte, und es liegt unter der Lupe.

Mit den Pfeiltasten verschiebst du die Lupe, mit Escape blendest du sie aus.
Bild in voller Größe öffnenErst aus der Nähe siehst du, was die Struktur ausmacht: dichte Rillen, dazwischen schmale Grate und kleine Abrisse, wo der Kalk beim Ziehen nachgegeben hat. Keine Bahn gleicht der nächsten, weil hier nichts gestempelt und nichts gerollt wurde. Dass die Fläche auf diesen Nahaufnahmen goldgrau schimmert, liegt am Fensterlicht. Stehst du davor, ist sie tief schwarz.
Einen festen Fachbegriff für genau diese Struktur gibt es unseres Wissens nicht, also haben wir ihr selbst einen gegeben. Gezogen ist sie mit einer Strukturkelle mit Kunstrasenaufsatz von Pavan, deshalb heißt sie bei uns Rasenoptik. Wer Putzfassaden kennt, denkt vielleicht an den Besenstrich, bei dem ein Strukturbesen durch den frischen Putz gezogen wird. Die Verwandtschaft stimmt, der Unterschied auch: Hier liegen die Rillen enger, sie laufen senkrecht, und sie sitzen in Kalk, nicht in Putz.
Ohne Filter
Schieb den Regler: fünf echte Aufnahmen derselben Fläche, keine davon nachbearbeitet. Vor Ort ist sie jedes Mal tief schwarz.
Wie vor Ort. So sieht die Wand aus, wenn du im Raum stehst: tief schwarz, die Rillen klar gezeichnet. Hier hat das Licht mitgespielt.
Vor Ort: tief schwarz
Stehst du vor dieser Wand, ist sie tief schwarz. In einigen unserer Filme wirkt sie trotzdem grau, silbrig oder sogar golden, und das liegt nicht an der Wand, sondern an zwei Dingen, die wir nicht abstellen können: dem Licht im Raum und der Kamera. Fällt Tageslicht schräg vom Fenster auf die feinen Grate, entsteht im Bild eine Zeichnung aus hell und dunkel, die es vor Ort so nicht gibt. Die Automatik eines Handys mag dazu keine dunklen Flächen: Sie hellt auf, bis ein mittlerer Ton herauskommt, und warmes Tageslicht färbt diesen Ton braun bis golden.
Wir hätten die Aufnahmen dunkler rechnen können, bis sie zur Wirklichkeit passen. Haben wir nicht. Du siehst die Wand so, wie die Kamera sie in diesem Moment gesehen hat, und wir schreiben dir dazu, wie sie wirklich aussieht. Für deine eigene Wand heißt das: Eine schwarze Struktur lebt vom Licht im Raum. Fenster, Leuchten und der Blick vom Sofa gehören deshalb von Anfang an mit in die Planung.
Mit Marc Schaum
Marc hat den Untergrund vorbereitet, danach haben wir Spachtel, Struktur und Nachspritzen gemeinsam gemacht, von der ersten Kelle Kalkspachtel bis zum letzten Nebel Kalklasur. Marc und wir arbeiten auf Augenhöhe: Jeder weiß, was der andere braucht, und am Ende fragt keiner, wessen Teil das war.
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Marc Schaum
Schaum – Räume, die wirken
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Nachgefragt
Rasenoptik ist unser eigener Name für eine Wandstruktur aus dichten, senkrecht gezogenen Rillen. An dieser Wand in einem Einfamilienhaus in Chemnitz sitzt sie in einer schwarzen Kalkspachtel und wurde anschließend mit schwarzer Kalklasur bis ins Tiefschwarz gelegt. Das ist kreative Wandgestaltung aus echtem Material, keine Betonkosmetik.
Einen festen Fachbegriff für genau diese Struktur kennen wir nicht, deshalb hat sie bei uns einen eigenen Namen. Gezogen wird sie mit einer Strukturkelle mit Kunstrasenaufsatz von Pavan, daher Rasenoptik. Optisch ist sie mit dem Besenstrich verwandt, den man von Putzfassaden kennt: Dort zieht man einen Strukturbesen durch den frischen Putz. Hier liegen die Rillen enger, laufen senkrecht und sitzen in Kalk.
Eine schwarze Wand wirkt auf Fotos oft heller, weil Licht und Kamera mitmischen. Fällt Tageslicht schräg auf eine Struktur, fangen die Grate das Licht und zeichnen Schattierungen, die es vor Ort nicht gibt. Die Automatik der Kamera hellt dunkle Flächen zusätzlich auf, und warmes Licht färbt sie braun bis golden. Diese Wand ist vor Ort tief schwarz.
Nein, kein Foto und kein Video dieser Referenz ist nachgefärbt oder dunkler gerechnet. Du siehst die Wand so, wie die Kamera sie im jeweiligen Moment gesehen hat, und bei jeder Aufnahme steht dabei, wie die Wand vor Ort wirklich aussieht.
Weil die schwarze Kalkspachtel allein nicht das Schwarz gebracht hat, das wir wollten. Sie war dunkel, aber nicht tief. Mit einem HVLP-Spritzgerät von Graco haben wir deshalb eine schwarze Kalklasur fein über die ganze Fläche gelegt. Danach war die Wand tief schwarz, und die Struktur blieb lesbar.
HVLP steht für High Volume Low Pressure, also viel Luft bei wenig Druck. Ein HVLP-Spritzgerät zerstäubt Farbe oder Lasur sehr fein und mit wenig Sprühnebel daneben. So lässt sich eine Lasur gleichmäßig über eine strukturierte Fläche legen, ohne die Rillen zuzusetzen.
Eine Kalklasur ist eine dünne, durchscheinende Farbe auf Kalkbasis. Sie deckt nicht wie eine Wandfarbe, sondern vertieft den Ton dessen, was darunter liegt. An dieser Wand hat sie aus einem dunklen Kalk ein tiefes Schwarz gemacht, ohne die Struktur zu verschlucken.
Nein, eine Designwand wie diese ist kreative Wandgestaltung. Betonkosmetik heißt, echten Sichtbeton zu reparieren und aufzuwerten. Hier gibt es keinen Beton und keine Sichtbetonklasse, sondern eine neu aufgebaute Oberfläche aus Kalk.
Ja, wenn sie zum Raum gehört und nicht gegen ihn arbeitet. In diesem Einfamilienhaus in Chemnitz steht die schwarze Designwand im Lounge-Bereich, hinter dem Ledersofa und bis zum Fernseher, und fügt sich in Holzmöbel, Leuchten und Pflanzen ein, statt sie zu erdrücken. Entscheidend ist das Licht im Raum, weil eine schwarze Struktur stark darauf reagiert.
Die Wand ist ein Gemeinschaftsprojekt von Marc Schaum mit seiner Firma Schaum – Räume, die wirken, auf Instagram als Ideen mit Gips, und rauMKult®. Es war Marcs Auftrag: Er hat den Untergrund vorbereitet, danach haben wir Spachtel, Struktur und Nachspritzen gemeinsam gemacht. Im selben Haus haben wir gemeinsam auch die Treppenwand in Betonoptik gemacht.
Fazit
Als wir in diesem Wohnraum in Chemnitz angefangen haben, stand die Richtung fest: eine Wand, die zur Einrichtung gehört und trotzdem etwas Eigenes hat, mit Struktur statt glatter Fläche, und in einem Schwarz, das Tiefe hat. Zusammen mit Marc Schaum haben wir daraus eine Wand aus Kalk gemacht, deren Rillen senkrecht über die ganze Fläche und um die Ecken des Raums laufen.
Glatt durchgelaufen ist es nicht, und das sagen wir auch so. Die schwarze Kalkspachtel allein kam nicht an das Schwarz heran, das wir im Kopf hatten. Also haben wir mit dem Graco-HVLP-Spritzgerät eine schwarze Kalklasur nachgelegt, Bahn für Bahn, bis das Schwarz saß und die Struktur trotzdem zu lesen war. Nachlegen gehört bei so einer Wand dazu. Aufhören, bevor es stimmt, gehört nicht dazu.
Heute steht hinter dem Sofa eine Wand, die es so kein zweites Mal gibt, weil jede Bahn von Hand gezogen ist. Eine Grenze gehört ehrlich dazu: Auf Fotos kommt dieses Schwarz nur bei passendem Licht so an, wie es vor Ort ist, und wie stark die Rillen im Raum hervortreten, hängt davon ab, woher das Licht kommt.
Eine Wand, die zur Einrichtung gehört und die trotzdem niemand sonst hat: schwarze Kalkspachtel, Struktur von Hand gezogen, mit Kalklasur bis ins Tiefschwarz nachgelegt.
Kurz eingeordnet
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Kreative Wandgestaltung · Gemeinschaftsprojekt von Schaum – Räume, die wirken und rauMKult® Sichtbeton - pure surface art