Journal · Karussell

Dresden: Retusche an Betonfertigteilen im Treppenhaus, hauchdünn mit HVLP statt Farbe

Dresden7 Bilder

  1. Detail einer Betonfertigteilwand nach der Retusche, Poren und kleine Lunker sind offen
  2. HVLP-Niederdruck-Spritzgang an der Unterseite eines Podests im Treppenhaus
  3. Spritzgang mit dem HVLP-Gerät an einer Betonfertigteilwand
  4. Der feine Sprühnebel wird nach der Retusche von Hand mit Schleifpapier geköpft
  5. Retusche am Ortbeton aus Recyclingbeton mit dem Naturschwamm
  6. Grafik zur Arbeitszeit: rund 166 Stunden für rund 140 m², verteilt auf fünf Arbeitsgänge, die meiste Zeit steckt vor der Retusche
  7. Treppenhaus nach der Retusche mit dem Merksatz „Retusche trägt nicht auf, sie gleicht an.“

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Rund 0,01 Millimeter: So dünn ist die Retusche an den Betonfertigteilen, und deshalb sind die Poren offen geblieben. Am Ortbeton haben wir mit dem Naturschwamm gearbeitet.

Auf dem ersten Bild siehst du ein Detail einer Betonfertigteilwand im Treppenhaus nach der Retusche. Die Fläche wirkt homogen, aber es liegt kein Farbauftrag darauf, Poren und kleine Lunker sind offen geblieben. Das liegt am Verfahren. Ein Airless-Gerät trägt Farbe auf. Wir haben mit einem HVLP-Niederdruckgerät aus der Autolackierung gearbeitet, und damit kommt die Retusche so dünn auf den Beton, rund 0,01 Millimeter, dass sie einzieht und die Sinterschicht wieder aufbaut.

So haben wir die Betonfertigteilwände und die Unterseiten der Podeste retuschiert. Der Sprühnebel hinterlässt eine ganz feine Körnung, die köpfen wir danach mit Schleifpapier, flächig mit Langhalsschleifer und Vlies, an den Details von Hand. Hinterher fühlt sich die Fläche wieder an wie Beton. Am Ortbeton aus Recyclingbeton gegenüber haben wir gar nicht gespritzt, sondern mit dem Naturschwamm retuschiert, weil er seine Poren und sein Schalbild behalten sollte.

Die Grafik zeigt, wo die Zeit hingeht. Die meiste Arbeit steckt vor der Retusche, im Reinigen und in der Grob- und Mittelkosmetik. Der Spritzgang selbst braucht hier rund 0,09 Stunden je Quadratmeter. Alle Bilder der Retusche findest du auf unserer Referenzseite.

Unser Begleittext in den Kanälen

0,01 Millimeter: So dünn ist die Retusche an den Betonfertigteilen in diesem Treppenhaus, und deshalb sind die Poren offen geblieben. Wisch durch

Auf Bild 2 seht ihr den Unterschied, um den es geht: Airless trägt Farbe auf, HVLP-Niederdruck aus der Autolackierung lässt die Lasur einziehen. Danach köpfen wir den feinen Sprühnebel von Hand mit Schleifpapier (Bild 4). Am Ortbeton gegenüber, der aus Recyclingbeton ist und seine Poren und sein Schalbild behalten sollte, haben wir gar nicht gespritzt, sondern mit dem Naturschwamm retuschiert (Bild 5).

Und auf Bild 6 steht, wie lange das gedauert hat: Die meiste Zeit steckt vor der Retusche, im Reinigen, in der Grob- und in der Mittelkosmetik. Der Spritzgang selbst braucht hier rund 0,09 Stunden je Quadratmeter.

Speichert euch den Beitrag, wenn bei euch Sichtbeton retuschiert werden soll.

Alle Bilder der Retusche: raumkult.eu/referenzen/sichtbeton-treppenhaus-buerogebaeude-dresden

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