Journal · Karussell
Bohrkernarchiv Freiberg: So haben wir die Wand aus fünf Betonfertigteilen vorgefunden
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Als wir zum ersten Mal an der Treppe im Zentralen Sächsischen Bohrkern- und Probenarchiv in Freiberg standen, haben wir uns die Wandstele lange angesehen. Sie besteht aus fünf Betonfertigteilen, die über zwei Geschosse gehen, und bestellt war sie in der Sichtbetonklasse SB3. Die Wand steht im repräsentativen Bereich direkt an der Treppe, jeder, der ins andere Geschoss geht, läuft an ihr vorbei.
Transport und Montage hatten ihre Spuren hinterlassen. Beim Transport lagen die Teile auf Hölzern, und genau diese Stellen haben sich als Lagerabdrücke auf der Oberfläche abgezeichnet. Die Fugen zwischen den Betonfertigteilen, zusammen 12 laufende Meter, waren teils offen und teils schlecht verschlossen. Dazu kamen Schwarzabrieb, Kratzer und Beschädigungen auf den Flächen und an den Flanken.
Zwischen den Geschossen liegt ein 30 Zentimeter breiter Deckenspiegel, der schon einmal gespachtelt worden war, mit einem Mörtel, der zu Sichtbeton nicht passt. Genau dort haben wir angefangen: abschleifen und korrigieren, bevor die eigentliche Betonkosmetik beginnt. Wie die Wand nach unserer Arbeit aussieht, zeigt der zweite Teil dieser Serie.
Unser Begleittext in den Kanälen
Fünf Fertigteile, 12 Meter Fuge und ein Ziel: Sichtbetonklasse SB3. Wisch mal durch
So haben wir die Stele im Bohrkernarchiv Freiberg vorgefunden: Lagerabdrücke vom Transport, Fugen teils offen und teils schlecht verschlossen, dazu Beschädigungen auf den Flächen und an den Flanken. Am Deckenspiegel war schon einmal gespachtelt worden, und genau dort haben wir angefangen.
Wie die Wand heute aussieht, zeigen wir im nächsten Teil. Folgt uns, damit ihr die Auflösung nicht verpasst.
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