Journal · Karussell
Hohenstein-Ernstthal: So haben wir die Betonmauer vorgefunden
2 Bilder · zur Seite wischen
Als wir zum ersten Mal an dieser Mauer in Hohenstein-Ernstthal standen, war schnell klar, woran es hier gescheitert war. Die Mauer begleitet die Treppen eines Einfamilienhauses hinunter in den Garten. Sie war gestrichen worden, ohne dass der Untergrund vorher vorbehandelt wurde, und die Farbe blätterte in großen Stücken ab.
Die größeren Schäden kamen von oben. Auf der Mauerkrone war früher Mörtel aufgespachtelt worden, ohne Quarzbrücke und ohne Abdichtung. Über den Kopf ist Wasser in die Fläche gezogen, auf der breiten Krone lag das Korn frei, und am schmalen Stück lösten sich Schollen. Im Winter hat der Frost den Beton an zwei Stellen bis zur Bewehrung aufgesprengt, der Stahl lag offen und war verrostet.
Für so eine Mauer gibt es eine feste Reihenfolge: erst die Sanierungsstellen, dann die Mauerkrone und erst danach die Wand. Wer zuerst die schöne Oberfläche aufbringt, deckt Schäden zu, die darunter weiterarbeiten. Wie wir die Mauer Schritt für Schritt saniert und danach in Schalbetonoptik neu gestaltet haben, zeigen die weiteren Beiträge dieser Serie.
Unser Begleittext in den Kanälen
Woran scheitern Beschichtungen an Außenmauern am häufigsten?
An dieser Mauer in Hohenstein-Ernstthal sieht man es gut: Die Farbe war ohne Untergrundvorbehandlung aufgetragen, die Mauerkrone ohne Abdichtung gespachtelt, und über den Kopf ist Wasser in die Fläche gezogen. Im Winter hat der Frost an zwei Stellen den Beton bis zur Bewehrung abgesprengt, oben auf der Krone lösen sich Schollen.
In den nächsten Wochen zeige ich hier, in welcher Reihenfolge wir die Mauer saniert und danach in Schalbetonoptik neu gestaltet haben.
Welche Reihenfolge würdet ihr wählen? Schreibt es gern in die Kommentare.
Dieser Beitrag erscheint in unseren Kanälen. Folge uns dort:

