Journal · Karussell
Hohenstein-Ernstthal: Wand Feld für Feld betoniert, mit Tiefenfuge im Raster
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Nachdem Sanierungsstellen und Mauerkrone fertig waren, kam an dieser Mauer in Hohenstein-Ernstthal die Wand dran. Vorher haben wir den Untergrund geschliffen, das Glasfasergewebe direkt mit der Grundierung auf den Untergrund gerollt und die Grundspachtel aufgezogen. Die Schalbetonoptik selbst ist ein Betonspachtel von nur zwei bis drei Millimetern, deshalb muss der Untergrund darunter stimmen.
Für das Fugenraster haben wir die Fugen zuerst dunkel vorgespachtelt und danach mit Moosgummiband abgeklebt. Dann wurde jedes Feld einzeln mit unserer Schalbetonoptik beschichtet und wie im Original mit Schalbetonfolie eingeschalt, deshalb sagen wir dazu betonieren. Die Luft drücken wir mit der venezianischen Kelle heraus. Am nächsten Tag kommt die Folie herunter, danach das Band, und die Fuge liegt tiefer als die Fläche.
Das ist mehr Arbeit als Stoß auf Stoß, und den Mehraufwand haben wir vorher mit dem Auftraggeber abgesprochen. Dafür bekommt die Wand einen 3D-Effekt und wirkt wie echter Beton, mit Poren und Lunkern, nicht zu viel und nicht zu wenig. Zum Schluss kam die Imprägnierung, ohne die wir eine Wand draußen nicht zurücklassen.
Unser Begleittext in den Kanälen
Vorher seht ihr hier nur Klebeband. Nachher eine Fuge, die tiefer liegt als die Fläche.
So entsteht das Fugenraster an der Mauer in Hohenstein-Ernstthal: Raster dunkel vorspachteln, Moosgummiband auf jede Fuge, jedes Feld einzeln einschalen, ausschalen, Band raus. Das ist mehr Arbeit als Stoß auf Stoß, aber genau das macht den Unterschied zu einer gestrichenen Wand.
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