Referenz · Treppenbeschichtung in Heiligenhafen

Der Boden war neu, die Treppe alt. Jetzt sind beide aus einem Guss.

In einem komplett renovierten Altbau in Heiligenhafen lag schon der neue Betonboden, nur die Treppe war noch die alte. Ihre 15 Stufen hatte man früher einmal aufbetoniert, die Erhöhung zeichnete sich an jeder Kante ab, und an den unteren zwei Stufen gab es Lücken zum ursprünglichen Teil. Wir haben die Treppe begradigt, die Lücken geschlossen und sie in drei Gängen mit Mikrozement neu aufgebaut, im Farbton des Bodens und mit seiner Wolkigkeit.

AusgangslageSo sah die Treppe vorher aus
Fertige Mikrozement-Treppe in Heiligenhafen, frontal vom Fuß: 15 Stufen in einem Grauton, links Pflanze im Korb, rechts Fenster
Nachher: dieselbe Treppe von vorn, links die Pflanze im Korb.

Auf einen Blick · rauMKult® · Treppenbeschichtung

Treppe im Altbau, Heiligenhafen

Mikrozement auf einer aufbetonierten Bestandstreppe

Ort
Altbau in Heiligenhafen an der Ostsee
Bauteil
Treppe mit 15 Stufen, Tritt und Steigung
Bestand
Betontreppe, früher einmal aufbetoniert, unten Lücken zwischen Erhöhung und ursprünglicher Stufe
Ziel
Farbton wie der neue Betonboden, die Wolkigkeit bleibt
Aufbau
zwei Grundspachtelungen, ein Gang Splash, zweimal versiegelt
Zeit
sechs Arbeitstage

Baustoffe und Werkzeug, in der Reihenfolge der Arbeit

  1. Sanierungsschleifer mit Diamantaufsatzbegradigt die Erhöhung
  2. Betonkosmetik grob (Eigenes Produkt von rauMKult®, im Shop erhältlich)füllt tiefe Stellen und Löcher
  3. Betonkosmetik Allrounder Uni (Eigenes Produkt von rauMKult®, im Shop erhältlich)zwei Grundspachtelungen
  4. PolyPlus 512 (Eigenes Produkt von rauMKult®, im Shop erhältlich)Mörtelzusatz, statt Wasser im Allrounder
  5. PolyPlus 498 (Eigenes Produkt von rauMKult®, im Shop erhältlich)Grundierung zwischen den Gängen
  6. Splash (Eigenes Produkt von rauMKult®, im Shop erhältlich)dritter Gang, feiner Mikrozement
  7. PolySealer 2K (Eigenes Produkt von rauMKult®, im Shop erhältlich)Versiegelung, zweimal aufgetragen

Eigenes Produkt von rauMKult®, im Shop erhältlich

Ausführung: rauMKult®

Ausgangslage

Zwei Treppen übereinander.

Bestandstreppe aus Beton von links vor der Beschichtung, auf den Tritten liegt eine raue, dunklere Erhöhung über den alten Stufen
Die Erhöhung liegt als raue Schicht auf den alten Stufen. Markiert: Erhöhung, ursprüngliche Stufe.

Die Treppe gehört zum Bestand des Hauses. Irgendwann hat man sie erhöht und auf die alten Stufen eine neue Schicht Beton gesetzt. Genau das sah man ihr an: Auf jedem Tritt lag die Erhöhung als eigene, raue Schicht über der helleren Stufe darunter, mit abgesetzten Kanten und Ausbrüchen.

Rundherum war der Altbau fertig renoviert, der neue Betonboden lag schon. Die Treppe sollte dazu passen: derselbe Farbton, dieselbe Wolkigkeit, als wäre alles in einem Stück entstanden. An den unteren zwei Stufen kam etwas dazu, das man erst aus der Nähe sieht: Zwischen Erhöhung und ursprünglicher Stufe waren Lücken, die wir als Erstes schließen mussten.

  • Video: Schwenk über die aufbetonierte Bestandstreppe vor der Arbeit, abgesetzte Kanten und raue Trittflächen
    Schwenk über die Stufen: Schwenk über die Stufen vor der Arbeit.
  • Flanke der Bestandstreppe von unten links, die aufbetonierte Erhöhung sitzt als raue Kante auf der helleren alten Stufe
    Erhöhung an der Flanke: Die Flanke von unten: oben die Erhöhung, darunter die alte Stufe.
  • Alle 15 Stufen der aufbetonierten Betontreppe in Heiligenhafen frontal von vorn, vor der Mikrozement-Beschichtung
    Alle Stufen von vorn: Alle 15 Stufen von vorn, vor der Arbeit.
  • Aufbetonierte Treppe im renovierten Altbau von unten links gesehen, Boden mit Vlies abgedeckt, vor der Arbeit
    Die Treppe im Raum: Die Treppe im Raum, von unten links gesehen.

So sind wir vorgegangen

Sechs Schritte, drei Gänge Mikrozement.

Zieh die Kelle über die Bahn oder tipp auf eine Nummer.

Treppe frontal mit abgedecktem Boden und gelbem Klebeband am Antritt, vorbereitet für die Beschichtung mit Mikrozement
Abgedeckt und abgeklebt: So beginnt die Arbeit an der Treppe.

Schritt 01 von 06

Schleifen und die tiefen Stellen füllen

Zuerst geht der Sanierungsschleifer mit Diamantaufsatz über die Stufen, bis die Erhöhung begradigt ist. Löcher und tiefe Stellen füllen wir mit Betonkosmetik grob und ziehen sie plan, danach wird die ganze Treppe grundiert. Boden, Wände und Antritt sind da längst abgedeckt und abgeklebt.

Skizze: Was in diesem Schritt an der Treppe passiert, nicht maßstäblich.
  • Bestandstreppe frontal von oben herab gesehen, raue Tritte vor dem ersten Gang, Boden und Wände geschütztVon vorn, bevor der erste Gang kommt.
Untere zwei Stufen mit geschlossenen Lücken zwischen Erhöhung und alter Stufe, darüber die vorgespachtelten Stufen
Unten die geschlossenen Lücken, oben schon vorgespachtelt.

Schritt 02 von 06

Erhöhung und alte Stufe verbinden

An den unteren zwei Stufen waren Lücken zwischen der Erhöhung und dem ursprünglichen Teil der Treppe. Die haben wir im ersten Gang geschlossen. Auf dem Foto sieht man beides: unten die gefüllten Stellen, darüber Stufen, die schon einmal komplett vorgespachtelt sind.

Skizze: Was in diesem Schritt an der Treppe passiert, nicht maßstäblich.
Treppe frontal nach der ersten Grundspachtelung mit Betonkosmetik Allrounder Uni, die Spachtelschicht ist noch nass
Die erste Grundspachtelung, noch nass.

Schritt 03 von 06

Zweimal Allrounder, mit PolyPlus 512 statt Wasser

Jetzt bekommt die ganze Treppe ihre erste Grundspachtelung mit Betonkosmetik Allrounder Uni, angerührt mit PolyPlus 512 statt Wasser. Schon nach diesem Gang zeichnet sich die Erhöhung nicht mehr ab, nur im nassen Zustand noch. Am nächsten Tag ist alles durchgetrocknet, wird mit 80er Korn geschliffen, abgesaugt und grundiert, dann folgt die zweite Grundspachtelung.

Skizze: Was in diesem Schritt an der Treppe passiert, nicht maßstäblich.
  • Nahansicht der Stufen nach der ersten Grundspachtelung, die aufbetonierte Erhöhung zeichnet sich nicht mehr abNah an den Stufen: Die Erhöhung zeichnet sich nicht mehr ab.
  • Treppe von unten links nach der ersten Grundspachtelung am nächsten Tag, die Oberfläche ist durchgetrocknetAm nächsten Tag durchgetrocknet.
  • Treppe von unten links nach der zweiten Grundspachtelung mit dem Allrounder, daneben der IndustriesaugerDie zweite Grundspachtelung am Abend.
  • Zweite Grundspachtelung auf allen Stufen aus einem weiteren Blickwinkel von unten links, Wände abgeklebtZweite Grundspachtelung aus einem anderen Blickwinkel.
Treppe frontal nach Schliff und Grundierung mit PolyPlus 498, dunklere Flecken zeigen die noch feuchte Grundierung
Geschliffen und grundiert, die Grundierung trocknet noch ab.

Schritt 04 von 06

Geschliffen und mit PolyPlus 498 grundiert

Am Morgen danach ist auch die zweite Schicht geschliffen und mit PolyPlus 498 grundiert. Die dunkleren Flecken auf dem Foto sind Grundierung, die noch abtrocknet. Ganz nah sieht man die feine Kornstruktur des Allrounders, auf die gleich der letzte Gang kommt.

Skizze: Was in diesem Schritt an der Treppe passiert, nicht maßstäblich.
  • Sehr nahe Aufnahme einer Stufenkante nach dem Schliff, feine Kornstruktur des Betonkosmetik Allrounder UniGanz nah: die feine Kornstruktur des Allrounders.
  • Stufenfolge in der Aufsicht nach Schliff und Grundierung, gleichmäßig grauer Allrounder auf Tritt und SteigungDie Stufenfolge von oben nach Schliff und Grundierung.
  • Stufenkante flach von der Seite nach Schliff und Grundierung, Struktur des Allrounders vor dem letzten GangDie Stufenkante nach Schliff und Grundierung.
Splash im dritten Gang: gießen, verziehen, glätten.

Schritt 05 von 06

Der dritte Gang: Splash, erst Steigung, dann Tritt

Für die Oberfläche nehmen wir Splash, einen sehr feinen Mikrozement aus unserer Betonkosmetik-Reihe. Als 2K verarbeitet ist er auch für Treppen und Böden geeignet. Gespachtelt haben wir zuerst die Steigungen, die Trittflächen waren dabei abgeklebt; danach kamen die Tritte an die Reihe. Frisch aufgetragen ist die Treppe stellenweise noch dunkler, das gibt sich beim Abtrocknen.

Skizze: Was in diesem Schritt an der Treppe passiert, nicht maßstäblich.
  • Video: letzte Züge mit der Glättkelle beim Spachteln von Splash an einer Stufenkante, Tropfen an der KanteDie letzten Züge mit der Kelle an der Stufenkante.
  • Nahaufnahme der frisch gespachtelten Splash-Schicht auf Tritt und Kante, glänzender nasser Film, Klebeband linksSplash frisch gespachtelt, die Oberfläche glänzt noch nass.
  • Treppe frontal mit Papier auf den Tritten, zuerst werden die Steigungen mit Splash gespachtelt, danach die TritteErst die Steigungen, die Tritte sind dafür abgeklebt.
  • Treppe frontal nach der letzten Splash-Schicht, die Oberfläche trocknet ab und ist an manchen Stellen noch dunklerDie letzte Schicht trocknet ab, deshalb noch stellenweise dunkler.
Fertig versiegelte Treppe aus Mikrozement nah von unten links, gleichmäßige Stufenfolge entlang der hellen Wand
Fertig versiegelt: Blick die Stufen hinauf.

Schritt 06 von 06

Zweimal PolySealer 2K, dann ist sie fertig

Zum Schluss versiegeln wir die Treppe zweimal mit PolySealer 2K, unserer 2K-PUR-Versiegelung. Sie schützt die Oberfläche dort, wo jeden Tag gelaufen wird. So sieht die Treppe danach aus: 15 Stufen in einem Ton mit dem Boden, die Wolkigkeit ist geblieben.

Skizze: Was in diesem Schritt an der Treppe passiert, nicht maßstäblich.
Schritt 01 von 06

Aus der Werkstatt

Zwei Dinge, die eine Treppe belastbar machen.

Wasser oder PolyPlus 512?

WasserPolyPlus 512 · 2K

Mit Wasser: Mit Wasser angerührt ist der Betonkosmetik Allrounder Uni unser normaler Allrounder.

Mit PolyPlus 512: Mit PolyPlus 512 statt Wasser wird er zur 2K-Variante: extrem belastbar, stoßfest und abriebfest. Erst so nehmen wir ihn für Böden und Treppen, und genau so steckt er in dieser Treppe.

PolyPlus 512 ist ein Mörtelzusatz, der eigens als Zugabe für Mörtel hergestellt wird.

Warum ein Gang nicht reicht

Korn rund 0,5 mm · drei Lagen, jede auf Korn3 bis 4 mm in einem Gang

In Lagen: Mikrozement hat ein kleines Korn, beim Allrounder rund 0,5 mm, und gespachtelt wird immer auf Korn. Deshalb wächst die Oberfläche in Lagen: Im privaten Wohnbereich sind es mindestens drei, erst dann stimmen Stabilität, Kratz- und Abriebfestigkeit.

In einem Gang: Drei, vier Millimeter auf einmal aufziehen? Dafür ist Mikrozement nicht gemacht. Viele denken, eine solche Beschichtung sei mit einem Gang erledigt. Fachlich richtig ist das nicht.

Vorher und nachher

Zwei Blicke, zweimal fotografiert.

Zwei Stellen, je einmal vor und einmal nach der Arbeit fotografiert. Die Standpunkte sind ähnlich, aber nicht deckungsgleich, deshalb liegen die Bilder nebeneinander und nicht übereinander.

Vorher: aufbetonierte Treppe von unten links, vorspringende raue Kanten der Erhöhung, Klebeband am Antritt
Vorher: Vorher: von unten links, oben an der Wand das Bild.
Nachher: Treppe von unten links mit Mikrozement, Tritt, Kante und Flanke laufen in einem Zug, Bild an der Wand
Nachher: Nachher: von unten links, oben an der Wand dasselbe Bild.

Von unten links, oben an der Wand hängt in beiden Aufnahmen dasselbe Bild. Vorher springt jede Kante der Erhöhung vor, nachher laufen Tritt, Kante und Flanke in einem Zug.

Vorher: Nahaufnahme einer Stufenkante, die aufbetonierte Erhöhung sitzt mit groben Ausbrüchen auf der alten Stufe
Vorher: Vorher: die Kante, an der die Erhöhung auf der alten Stufe sitzt.
Nachher: Steigung und Flanke der Mikrozement-Treppe ganz nah, ohne Absatz bis in die Ecke, Fenster im Hintergrund
Nachher: Nachher: Steigung und Flanke ohne Absatz.

Nah an einer Stufe: vorher die Kante, an der die Erhöhung mit groben Ausbrüchen auf der alten Stufe sitzt, nachher Steigung und Flanke ohne Absatz bis in die Ecke.

Paar 1 von 2

Jedes Paar steht 15 Sekunden, jeder Tipp hält an.

Ton in Ton

Eine Probe vom Boden, eine von der Treppe.

Treppe aus Mikrozement und neuer Betonboden im Altbau in Heiligenhafen, beide im gleichen Grauton mit Wolkigkeit
Treppe und Boden im selben Raum, nach der Arbeit.

Ziel war der Farbton des neuen Betonbodens, und die Wolkigkeit sollte bleiben. Nimm selbst eine Probe: Die zwei Ringe greifen echte Bildpunkte aus diesem Foto, einmal vom Boden, einmal von der untersten Stufe, und legen sie nebeneinander.

Die Ringe im Foto zeigen, wo die Probe genommen wird: auf dem Boden und auf der untersten Stufe.

Bodenneuer Betonboden
Treppeunterste Stufe

Licht und Schatten färben jedes Foto mit. Nebeneinander zeigt die Probe trotzdem, wie nah Treppe und Boden beieinanderliegen.

Fragen und Antworten

Fragen zur Mikrozement-Treppe.

Kann man eine alte, aufbetonierte Betontreppe mit Mikrozement beschichten?

Ja. Die Treppe in Heiligenhafen war früher einmal erhöht worden, die Erhöhung zeichnete sich an jeder Kante ab, und an den unteren zwei Stufen gab es Lücken zum ursprünglichen Teil. Wir haben sie mit dem Sanierungsschleifer begradigt, tiefe Stellen mit Betonkosmetik grob gefüllt, die Lücken geschlossen und alle 15 Stufen in drei Gängen neu aufgebaut: zweimal Betonkosmetik Allrounder Uni, einmal Splash, dazu zweimal PolySealer 2K. Das waren sechs Arbeitstage.

Wie viele Schichten braucht eine Treppe aus Mikrozement?

Im privaten Wohnbereich mindestens drei. Mikrozement hat ein kleines Korn, beim Allrounder rund 0,5 mm, und jede Lage wird auf Korn gespachtelt. Erst der Aufbau aus mehreren Lagen bringt Stabilität, Kratz- und Abriebfestigkeit. Hier waren es zwei Grundspachtelungen mit dem Allrounder und ein dritter Gang mit Splash, danach wurde zweimal versiegelt.

Kann man Mikrozement nicht einfach dicker in einem Gang auftragen?

Nein. Drei, vier Millimeter in einem Gang, dafür ist Mikrozement nicht gemacht, und keine Spachtelbeschichtung dieser Art ist darauf ausgelegt. Viele denken, eine Mikrozement-Beschichtung sei mit einem Gang erledigt. Fachlich richtig ist der Aufbau in Lagen, mit Schliff und Grundierung dazwischen.

Warum PolyPlus 512 statt Wasser im Spachtel?

Weil Böden und Treppen mehr aushalten müssen. Den Betonkosmetik Allrounder Uni rühren wir dafür nicht mit Wasser an, sondern mit PolyPlus 512, einem Mörtelzusatz. So wird er zur 2K-Variante: extrem belastbar, stoßfest und abriebfest. Beide Grundspachtelungen dieser Treppe sind so entstanden. PolyPlus 512 ist ein eigenes Produkt von rauMKult®, im Shop erhältlich.

Lässt sich der Farbton einer Treppe an einen neuen Betonboden anpassen?

Ja, genau das war hier das Ziel. Im Haus lag schon ein neuer Betonboden, und die Treppe sollte wie aus einem Guss dazu wirken, im gleichen Farbton und mit derselben Wolkigkeit. Die Wolkigkeit haben wir bewusst erhalten, damit die Treppe nach Beton aussieht wie der Boden.

Wie lange dauert es, eine Treppe mit Mikrozement zu beschichten?

Für diese Treppe mit 15 Stufen hatten wir vier bis fünf Arbeitstage eingeplant, geworden sind es sechs. Die aufbetonierte Erhöhung hat mehr Arbeit gemacht als gedacht. Wie lange es dauert, hängt deshalb vor allem vom Untergrund ab. Eine Treppe von Grund auf zu beschichten dauert erfahrungsgemäß fünf bis sieben Tage, je nach Aufwand.

Was ist Splash?

Splash ist ein sehr feiner Mikrozement aus unserer Betonkosmetik-Reihe, gemacht für hauchdünne, atmungsaktive Überzüge; im Shop steht er als SPLASH! WD für Wand und Decke. Als 2K verarbeitet eignet er sich auch für Treppen und Böden, und mit ihm lassen sich sehr glatte, hochwertige Oberflächen spachteln. Hier war er der dritte und letzte Gang. Eigenes Produkt von rauMKult®, im Shop erhältlich.

Womit ist die Treppe versiegelt?

Mit PolySealer 2K, einer 2K-PUR-Versiegelung, in zwei Durchgängen aufgetragen. Eigenes Produkt von rauMKult®, im Shop erhältlich.

Ist das Betonkosmetik?

Nein. Betonkosmetik repariert echten Sichtbeton. Hier ist eine neue Oberfläche aus Mikrozement entstanden, gespachtelt mit Produkten aus unserer Betonkosmetik-Reihe, denn der Allrounder ist selbst ein Mikrozement. Bei uns läuft diese Arbeit unter der Leistung Fugenlose Oberflächen.

Fazit

Erst die alte Treppe gerade, dann in den Ton des Bodens

Als wir in Heiligenhafen ankamen, war der Altbau rundherum fertig renoviert und der neue Betonboden lag schon. Nur die Treppe war noch die alte: Irgendwann hatte man sie aufbetoniert, die Erhöhung saß als eigene raue Schicht auf den alten Stufen, und an den unteren zwei Stufen gab es Lücken zwischen beiden.

Ziel war eine Treppe, die mit dem Boden wie aus einem Guss wirkt, im gleichen Farbton und mit seiner Wolkigkeit. Dafür haben wir sie zuerst mit dem Sanierungsschleifer begradigt, tiefe Stellen mit Betonkosmetik grob gefüllt und die Lücken geschlossen. Dann kamen zwei Grundspachtelungen mit Betonkosmetik Allrounder Uni, angerührt mit PolyPlus 512 statt Wasser, dazwischen Schliff und Grundierung mit PolyPlus 498. Als dritter Gang folgte Splash, erst auf den Steigungen, dann auf den Tritten, zum Schluss zweimal PolySealer 2K.

Heute laufen alle 15 Stufen in einem Ton mit dem Boden, die Erhöhung zeichnet sich nicht mehr ab. Ehrlich dazu gehört: Geplant waren vier bis fünf Arbeitstage, es wurden sechs, weil die aufbetonierte Fläche mehr Arbeit gemacht hat. Wie lange eine Treppe braucht, entscheidet am Ende ihr Untergrund.

Ziel war eine Treppe, die mit dem neuen Betonboden wie aus einem Guss wirkt: Dafür haben wir 15 aufbetonierte Stufen begradigt, ihre Lücken geschlossen und sie in drei Gängen Mikrozement im Ton des Bodens neu aufgebaut.

Kurz eingeordnet

  • Grün: Belegt

    • Erhöhung mit dem Sanierungsschleifer begradigt, tiefe Stellen mit Betonkosmetik grob gefüllt, Lücken an den unteren zwei Stufen geschlossen.
    • Drei Gänge: zweimal Betonkosmetik Allrounder Uni mit PolyPlus 512 statt Wasser, einmal Splash, dazwischen geschliffen und grundiert.
    • Splash zuerst auf den Steigungen, dann auf den Tritten, danach zweimal mit PolySealer 2K versiegelt.
  • Gelb: Nur Richtwert

    • Sechs Arbeitstage für 15 Stufen gelten für diesen Untergrund; geplant waren vier bis fünf.
    • Von Grund auf neu beschichtet braucht eine Treppe erfahrungsgemäß fünf bis sieben Tage, je nach Aufwand.
  • Rot: Geht nicht

    • Mikrozement drei, vier Millimeter dick in einem einzigen Gang aufziehen.
    • Den Allrounder für Böden und Treppen nur mit Wasser angerührt einsetzen.

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Treppenbeschichtung mit Mikrozement · ausgeführt von rauMKult®

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